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Klinikum als Chance für Gesundheitssektor?

Obernkirchen (rnk). Jetzt hat es die Stadt schwarz auf weiß: 10 750 Quadratmeter Verkaufsfläche gibt es in der Innenstadt, von denen 2650 Quadratmeter leer stehen, das sind rund 25 Prozent.

veröffentlicht am 28.09.2010 um 12:46 Uhr
aktualisiert am 04.12.2012 um 12:46 Uhr

In einem Umnutzungskonzept hat die Firma AAD den aktuellen Immobilienleerstand untersucht, analysiert und zeigt Entwicklungsmöglichkeiten auf.

Bei dieser Leitbilddiskussion wurden als Möglichkeiten vier Punkte herausgearbeitet: Obernkirchen sei eine familien- und seniorenfreundliche Stadt, mit dem Bau des Klinikums biete sich für die Gesundheitsbranche eine große Chance. Die „Lagegunst“ inmitten des Schaumburger Landes, Stiftanlage und historischer Stadtkern böten Möglichkeiten in Kultur und Tourismus, dazu komme noch ein attraktives Freizeitangebot.

Dem gegenüber stehen 31 leer stehende Ladeneinheiten in 27 Objekten; 22 Leerstände mit einer maximalen Größe von 50 Quadratmeter Verkaufsfläche bieten sich für „spezifische Angebote“ an, können aber auch durch Rückbau als Wohnung genutzt werden. Die Empfehlung von AAD: Für alle Flächen über 50 Quadratmeter Mieterprofile entwickeln und gezielt potenzielle Mieter ansprechen.

Die „Bestandsaufnahme auf Grundlage des Gebäudekatasters“ listet dabei mit Fotos von außen und innen neben dem Standort, dem Baujahr und Zustand sowie Erschließung und einer Teilungsmöglichkeit auch Zielstellungen auf; etwa, ob Fassaden und Fenster erneuert werden müssen und wie das Gebäude aufgewertet werden könnte – so kann eine Neugestaltung der Erdgeschossfläche zu einer deutlichen Aufwertung des Gesamtbildes führen. Auch Nutzungsoptionen finden sich. Zwei mögliche Branchen werden vorgeschlagen: einmal das Einzelhandelssortiment, bei dem vom Biomarkt über das Reformhaus und Spielwaren bis hin zu Feinkost und Wein die Vorschläge reichen, zum zweiten der Dienstleistungssektor rund um die Gesundheit: Logopädie, Chiropraktik, Ambulante Pflege und Kosmetik werden unter anderem vorgeschlagen. Neben der Konzentration für Einzelhandel und Dienstleistung empfahl die Studie weiterhin, auch den Entwicklungsschwerpunkt „Wohnen“ in der Innenstadt auszubauen.

In der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt, in der das Konzept vorgestellt wurde, zog Stadtkoordinatorin Dörte Worm auch eine erste Bilanz für den Tag des Leerstandes. Große Resonanz gab es von anderen Kommunen, „Obernkirchen steht mit dem Problem nicht allein da“, führte sie aus.

Immerhin habe sich nach dem Leerstandstag in der Bergstadt ein Arbeitskreis gebildet, der auch über Dekorationen und Stellwände für die leeren Geschäfte nachdenke. „Aber das steht alles noch am Anfang“, betonte Dörte Worm.




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