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Marketing-Guru rät: Steinanger bebauen, kein Supermarkt

Klotz: In der Altstadt alle Schilder und Poller weg

Rinteln (wm). Zu den aktuellen Themen der Rintelner Kommunalpolitik machte Marketing-Guru Christian Klotz bei seinem Vortrag am Mittwochabend im Ratskellersaal präzise Aussagen.

veröffentlicht am 29.09.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:25 Uhr

Ein Fußballplatz und eine Reithalle müssten nicht in Altstadtnähe sein, besser sei Wohnen auf dem Steinanger. Von einem Supermarkt am Steinanger rät Klotz dagegen ab: Zu weit weg von der Altstadt, damit kontraproduktiv für die Innenstadt. Klotz warnte davor, dieöstliche Altstadt weiter verkehrsberuhigen zu wollen, besser sei, "Schilder raus, Poller raus, das Pflaster weg", weil: "Viel zu laut, die Autos hüpfen von Pflasterstein zu Pflasterstein." Für Klotz sind Politessen, die "Knöllchen" an auswärtige Kunden verteilen, das "Dümmste", was eine Stadt tun kann, schneller könne man Kunden nicht vertreiben. Politessen sollten lieber Stadtpläne mit Parkplätzen in der Tasche haben. In Bad Reichenhall würden Kunden Knöllchen vom Einzelhandel erstattet. Sein Tipp, um das Budget des Marketingvereins "Pro Rinteln" aufzustocken: Auch die Hauseigentümer ansprechen, denn wenn die Innenstadt verödet, gehen auch die Immobilienpreise in den Keller. Grundsätzlich sagte Klotz Rinteln eine glänzende Zukunft voraus, wenn es denn der Stadt gelinge, die Fußgängerzone so sauber und schön mit so tollen Geschäften zu erhalten wie zurzeit. Einziges Manko: Dass Rinteln eine tolle Stadt sei, das müsse "aggressiver" vermarktet werden, wolle die Innenstadt gegen die neuen Einkaufszentren in der Nachbarschaft langfristig bestehen. Klotz: "Ein Tourismusbüro an die Autobahnausfahrt oder an den Stadteingang, dazu riesige Plakate und jede Woche ein Event."




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