weather-image
11°
×

Alle Jahre wieder: Hundekot auf Wiesen und Wegen erhitzt die Gemüter

Kommt gar nicht in die Tüte

Bad Nenndorf. Erneut sorgt Hundekot in der Kurstadt für Gesprächsstoff. In Kürze sollen sich die politischen Gremien wieder mit dem Thema befassen.

veröffentlicht am 27.10.2014 um 15:25 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 20:42 Uhr

Renate Daseking-Henning ist es leid. „Jetzt mache ich eine Eingabe, damit Hundehalter verpflichtet werden, die Verunreinigungen ihrer Tiere zu entfernen“, kündigt die Bad Nenndorferin an. Oft schon habe sie im Kurpark oder auf der Wiese vor dem Gymnasium an der Horster Straße mit ansehen müssen, wie Hundehalter sorglos ihren Spaziergang fortsetzten, ohne sich um die Hinterlassenschaften ihrer vierpfotigen Lieblinge zu kümmern.

Wie Daseking-Henning stören sich viele Einwohner Bad Nenndorfs am Hundekot, bereits mehrfach ist über das Thema in der Öffentlichkeit diskutiert worden. In der Gefahrenabwehrverordnung der Samtgemeinde ist diese Pflicht zur Entfernung von Verunreinigungen klar geregelt. Es können Ordnungsstrafen von bis zu 5000 Euro verhängt werden. Nur hat dieser Umstand offenbar keine abschreckende Wirkung auf manche Hundebesitzer.

Auf Anfrage dieser Zeitung erklärte Stadtdirektor Bernd Reese, über das Problem werde im Herbst und Frühjahr regelmäßig im Rat diskutiert. Eine Lösung sei aber nicht gefunden worden. Hundestationen, an denen sich Herrchen und Frauchen mit Plastikbeuteln versorgen können, habe es bisher in der Kurstadt nicht gegeben.

In der Stadt Emden beispielsweise wurden solche Stationen bereits vor sechs Jahren aufgestellt. In einem Gespräch erklärte Thorsten Holtz, Leiter des Emder Bau- und Entsorgungsbetriebs B.E.E.: „Die Stationen werden sehr gut angenommen. Wir haben uns allerdings auch für die etwas teureren Papiertüten entschieden, die wesentlich komfortabler und umweltfreundlicher sind als Kunststofftüten.“

Bedenken, Hausmüll könne in den für die Kotbeutel vorgesehenen Behälter entsorgt werden, kann er mittlerweile zerstreuen. Da die Öffnungen bewusst klein gehalten worden seien, könne man dieses Problem als geringfügig einstufen. Außerdem gibt die Stadt Emden die Papiertüten über ihr Bürgerbüro und andere Stellen heraus. Man werde an dem System festhalten, bekräftigte Holtz seine Aussage. Die Stadt sei definitiv sauberer geworden.

Auch in Lindhorst und Rodenberg wurde bereits mit solchen Hundestationen geprobt. Dem ungeachtet, steht die nächste Hundekot-Debatte in Bad Nenndorf wohl bevor. Denn Daseking-Hennings Eingabe dürfte in Kürze in die politischen Gremien weitergegeben werden.ar




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige