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Kreistagsabgeordnete Edeltraut Müller kritisiert Klinikumsplanungen / Ökologisch und ökonomisch zweifelhaft

Krankenhaus ohne Küche gefährdet 26 Arbeitsplätze

Bückeburg (kk). Sorgen um die Zukunft der Küche im Krankenhaus Bethel macht sich die Bückeburger Kreistagsabgeordnete Edeltraut Müller (WIR). Im neuen Schaumburger Klinikum in Vehlen ist nämlich keine eigene Küche mehr vorgesehen, Arbeitsplätze würden wegfallen.

veröffentlicht am 21.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 18:21 Uhr

Zurzeit versorgen nach Müllers Angaben 26 Mitarbeiter an der Herminenstraße nicht nur das Krankenhaus Bethel, sondern zum Beispiel auch heimische Kindergärten mit frischen Mahlzeiten. Eingekauft werde hierfür vorrangig bei Erzeugern in der Region. Das sei nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch sinnvoll, schreibt Frau Müller in einer Mitteilung. Kurze Wege, zusätzliche Einnahmen, geringerer Energieverbrauch und nicht zuletzt die Arbeitsplätze sprächen klar für den Erhalt der Küche.

Die WIR-Politikerin kritisiert, dass im neuen Klinikum keine eigene Küche mehr vorgesehen sei. Sie nennt zwei Gründe: Das Land zahle keine Zuschüsse hierfür und Klinik-Betreiber Pro Diako habe bereits eine eigene Großküche, die das Essen auch nach Vehlen liefern solle. Folge: Der Verlust von 26 Arbeitsplätzen in Bückeburg und enorme Energieverschwendung durch weite Wege.

„Wenn schon die Landesregierung die Sinnhaftigkeit eines entsprechenden Zuschusses nicht einzusehen vermag, bleibt zu hoffen, dass wenigstens unsere Kreispolitiker die Weisheit und den Mut haben, hier in eine sinnvolle Sache zu investieren,“ appelliert Edeltraut Müller, die Planungen noch einmal zu überdenken. Sie kann sich sogar weitere Abnehmer für das Essen, zum Beispiel Seniorenheime, Schulen oder Firmen, vorstellen. Das bedeute möglicherweise sogar neue Arbeitsplätze für die Region.

Und auch Pro Diako profitiere durch eine gesteigerte Akzeptanz im Schaumburger Land.




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