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Neujahrsempfang: Musik fällt aus – Gäste singen selbst

Kreative Ideen sind gefragt

Sachsenhagen (jpw). An kreativen Ideen hat es dem Sachsenhäger Pastor Josef Kalkusch auch diesmal beim Neujahrsempfang seiner Kirche im Gemeindesaal nicht gemangelt: Dem Sachsenhäger Stadtdirektor Jörn Wedemeier überreichte der Geistliche exklusiv eine Freikarte für „Pastors Garten“ – inklusive eines Freigetränks an jedem Sonntag – mit der Hoffnung, dass sich Wedemeier „künftig auch noch mehr an Wochenenden in der Samtgemeinde sehen lässt“.

veröffentlicht am 28.01.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 21:22 Uhr

„Wir nehmen hier alles selbst in die Hand“, sagte Kalkusch. „Wie Gemeinschaft geht, braucht uns niemand von außen zu sagen“, meinte er zu Beginn, wie immer mit einem leichten Schmunzeln im Mundwinkel. Musik ging nicht – der Musiker hatte wegen Krankheit abgesagt. Und so ließ Kalkusch – „da es sich ja um einen kirchlichen Neujahrsempfang handelt“ – honorar- und „Gema-frei“ die erste Strophe von „Lobet den Herrn“ singen.

In seiner Neujahrsansprache dankte der Pastor allen ehrenamtlich Tätigen; aber er vergaß auch diejenigen nicht, die ihren Beruf in den Dienst der Gemeinschaft stellen. „Alle diejenigen machen mit, statt zuzusehen“. Sie hätten nicht vergessen, dass „nicht Ellenbogen, sondern Herz und Hand die wichtigsten Körperteile“ seien.

Kalkusch lobte die Baufortschritte in der Stadt: „Alles wird gut“, sagte er. Mit Blick auf Auhagens Bürgermeister Kurt Blume sprach er anerkennend nicht von DSL, sondern von „BSL“ (Blumes schnelle Leitungen), wofür sich dieser eingesetzt hätte. Blume wiederum kam in seinen Worten zum neuen Jahr zu dem Schluss, dass „alles ganz unterschiedlich besser“ würde. Sein Sachsenhäger Amtskollege Heinz Mensching berichtete von den Baustellen in der Stadt und gab für den Rat einen kurzen Überblick über die Vorhaben der Stadt in diesem Jahr.

Beiden zusammen, aber auch den anwesenden Einwohnern aus Sachsenhagen, Nienbrügge, Auhagen, Düdinghausen gab Kalkusch den Wunsch mit auf den Weg, „näher zusammenzurücken“.

Nach einer Essenspause mit Kartoffelsalat und Würstchen widmete sich der Pastor seiner üblichen und mit viel Spannung erwarteten „Vorstellungsrunde“, mit der er jeden der anwesenden Gäste einzeln vorstellt und meistens einige mit Humor gewürzte Sätze mit auf den Weg gibt. Neu in diesem Jahr: Kalkusch hatte zu Beginn mit „23.50 Uhr“ erstmals eine von ihm erhoffte Endzeit für Gespräche und Miteinander vorgegeben: Nicht ganz unerwartet: Die Zeit wurde – auch vom Pastor selbst – zur Freude der noch Anwesenden deutlich überschritten.




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