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Arbeiten an K 58 schreiten voran

Kreisel: Nötig oder überflüssig?

Lauenau. Der Bau des Lauenauer Kreisels an der Abzweigung nach Feggendorf ist auf einem guten Weg – doch gut finden es noch längst nicht alle, dass dort ein Kreisverkehr entsteht. Von Geldverschwendung ist die Rede, doch die Behörden betonen, dass es sich um eine wohldurchdachte Baumaßnahme handelt.

veröffentlicht am 11.09.2013 um 17:32 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 07:42 Uhr

Auch der Lauenauer Georg Reimann ist ein ausgesprochener Gegner des Kreisels und hat sich auch in seinem Umfeld umgehört. Das Ergebnis: Niemand versteht so recht, warum derart umfangreich gebaut wird. Einen Unfallschwerpunkt habe es dort nicht gegeben, und um das Tempo der Autos zu drosseln, die in den Ort fahren, reichten auch Schwellen auf dem Asphalt, beispielsweise „Berliner Kissen“.

Der Plan, an der Stelle einen Kreisel zu bauen, stammt nach Worten der stellvertretenden Leiterin der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln, Uta Weiner-Kohl, auch bereits aus dem Jahr 1998. Der Ausbau der Rodenberger Straße (Kreisstraße 58) war Teil desselben Verkehrskonzepts, und nach der Fertigstellung der Rodenberger Straße ist nun der Kreisel sozusagen als Abschluss an der Reihe gewesen.

Ziel war es laut Verkehrskonzept, vier Straßeneinmündungen in einem Kreisverkehr „neu zu organisieren“: die Einmündung der Memeler Straße und der Feggendorfer Straße sowie zwei Einfahrten der Rodenberger Straße. Nach Worten Weiner-Kohls ist ein Kreisel durchaus eine geeignete städtebauliche Lösung, um einen Ortseingang zu gestalten und gleichzeitig Autofahrer zum Abbremsen zu bringen. „Berliner Kissen“ seien an Kreisstraßen nicht gebräuchlich, eher an Gemeindestraßen.

Dass es an der Abzweigung gen Feggendorf keinen Unfallschwerpunkt gegeben hat, verhehlt Weiner-Kohl indes nicht. Dies untermauert eine Zahl des Polizeikommissariats Bad Nenndorf: Es ist an der Stelle seit 2011 überhaupt nur einen Unfall registriert worden – nach Worten des Leiters Einsatz, Steffen Arndt, war einmal ein Radfahrer gestürzt.

Die Kosten von 600 000 Euro teilen sich Landkreis (370 000) und Flecken Lauenau (230 000 Euro). Allerdings weist das Land Fördergeld aus seinem Programm für Hauptverkehrsstraßen zu, sodass die Kommunen 60 Prozent der Kosten erstattet bekommen.

Lauenaus stellvertretender Gemeindedirektor Jörg Döpke steht ebenfalls hinter dem Kreiselbau. „Das dient zur Verbesserung der Gesamtsituation“, betont Döpke. Es gehe dabei auch um die Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern. Im Rat habe diesbezüglich Konsens geherrscht.gus




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