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Nicht kleckern, sondern klotzen: Spezialisten der Kreisfeuerwehr appellieren an Ortswehren

Kritik an der Alarmierung

Rusbend. Wenn sich in der Region Unglücksfälle ereignen oder sonstige Situationen ergeben, bei denen für Mensch und Umwelt Gefahrstoffe freigesetzt werden, kommt die Umweltschutzeinheit der Kreisfeuerwehr zum Einsatz. Diese Spezialeinheit hat das Know-how und die Ausstattung, um chemische, biologische und atomare Gefahrstoffe nachzuweisen und unschädlich zu machen.
Allein im vergangenen Jahr wurde die Umweltschutzeinheit 17 Mal alarmiert: fünfmal wegen Großbränden und zwölfmal für Messeinsätze, bei denen es in der Regel um unklaren Gasgeruch respektive Austritt von Kohlenmonoxid ging. Das berichtete Benjamin Heine, stellvertretender Leiter der Truppe, bei der Jahresversammlung im Rusbender Feuerwehrgerätehaus.
Dabei hatte er allerdings auch kritische Worte parat.

veröffentlicht am 19.02.2016 um 14:10 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 04:41 Uhr

Rusbend. Wenn sich in der Region Unglücksfälle ereignen oder sonstige Situationen ergeben, bei denen für Mensch und Umwelt Gefahrstoffe freigesetzt werden, kommt die Umweltschutzeinheit der Kreisfeuerwehr zum Einsatz. Diese Spezialeinheit hat das Know-how und die Ausstattung, um chemische, biologische und atomare Gefahrstoffe nachzuweisen und unschädlich zu machen.
Allein im vergangenen Jahr wurde die Umweltschutzeinheit 17 Mal alarmiert: fünfmal wegen Großbränden und zwölfmal für Messeinsätze, bei denen es in der Regel um unklaren Gasgeruch respektive Austritt von Kohlenmonoxid ging. Das berichtete Benjamin Heine, stellvertretender Leiter der Truppe, bei der Jahresversammlung im Rusbender Feuerwehrgerätehaus.
Dabei hatte er allerdings auch kritische Worte parat: Mehrfach habe man feststellen müssen, „dass vermehrt einzelne Fahrzeuge der Umweltschutzeinheit angefordert werden oder bereits einzeln in der Alarm- und Ausrückeordnung der Kommunen erfasst sind“, monierte er. „Dieses stellt uns immer wieder vor Herausforderungen, da die eigentliche Wunsch-Alarm- und Ausrückeordnung der Umweltschutzeinheit dies so nicht vorsieht.“
Zwar sei ihm bewusst, dass der Umfang der Alarmierung in den Zuständigkeiten der jeweiligen Feuerwehren vor Ort liege, jedoch hänge gerade bei den Messeinsätzen viel mehr dran als das reine Messen, erklärte Heine. Denn wenn die Umweltschutzeinheit als unterstützende Einheit angefordert wird, werde davon ausgegangen, dass ein ausgebildetes Expertenteam mit Gerätschaften für Gefahrguteinsätze an der Einsatzstelle erscheint.
Um aber die vor Ort anstehenden Aufgaben „professionell und auch gerichtssicher ausführen zu können“, seien bei den meisten zur Alarmierung führenden Einsatzstichwörtern mehrere Fahrzeuge der Umweltschutzeinheit erforderlich, deren Besatzung und Ausstattung sich je nach Einsatzlage ergänzen.




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