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Waltraut Bauer aus Rinteln einmütig als Kreisvorsitzende der Frauen-Union bestätigt

Kritik: Zu wenige weibliche Kreisparteichefs

Stadthagen (ssr). Waltraut Bauer aus Rinteln ist für eine weitere zweijährige Amtszeit als Vorsitzende der Frauen-Union Schaumburg (FU) bestätigt worden. Das Votum der Mitgliederversammlung am Dienstagabend im „Schützenhaus“ in Stadthagen fiel einstimmig aus.

veröffentlicht am 21.10.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 20:22 Uhr

Der wiedergewählte Kreisvorstand der Frauen Union: Monika Insing
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In ihrer Rede hob Bauer die Freude der FU über den Sieg von Angela Merkel bei der Bundestagswahl hervor. „Vor vier Jahren haben viele noch gefragt: Na, kann eine Frau das Kanzleramt leiten?“ erinnerte die Kreisvorsitzende, „mittlerweile ist das gut bewiesen.“ Ein „Wermutstropfen“ bei der Wahl sei gewesen, dass CDU-Direktkandidat Christopher Wuttke den Einzug in den Bundestag nicht geschafft hat. Der während der Versammlung eigentlich als Redner vorgesehene Wuttke hatte laut Bauer kurzfristig abgesagt.

Erfreulich sei, dass „immer mehr Frauen in politische Spitzenämter gelangen“, fuhr Bauer fort. An der Basis sehe das freilich noch bei weitem nicht so aus: Von 27 CDU-Bezirksvorsitzenden befinde sich nur eine Frau, unter 336 Kreischefs seien gerade mal 44 weiblich. „Da haben wir noch viel zu tun“, proklamierte Bauer. Auf der Tagesordnung des FU-Kreisverbandes sah Bauer vor allem das politische Ziel, aus bildungs- und sozialpolitischen Gründen auf kostenfreie Mittagessen an Ganztagsschulen hinzuwirken. Zudem müsse der Sprachunterricht im dritten Kindergartenjahr verstärkt, und für Kinder mit entsprechendem Bedarf verpflichtend gemacht werden, forderte sie.

CDU-Kreisvorsitzender Klaus-Dieter Drewes hob in seiner Grußrede hervor, die FU sei „ein prägendes Element der Politik in Schaumburg“. Frauen- und familienpolitisch gebe es noch viele Ziele zu erreichen, sagte Drewes und nannte dafür ein Beispiel: „Es muss normal werden, dass Männer nicht fragen, ob, sondern wann sie Erziehungsurlaub nehmen.“

Der Stadthäger CDU-Vorsitzende Heiko Tadge konzentrierte sich in seinem kurzen Grußwort auf eine Reihe launiger Bemerkungen. Zudem wies er auf die für den 8. November im Stadthäger Bürgerwald geplante Neupflanzung einer Hainbuche zum Gedenken an die deutsche Vereinigung hin und forderte zur Teilnahme auf.




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