weather-image
20°
×

Resümee des Vorstands zur Jahreshauptversammlung: Rintelner Kulturbetrieb erfährt "Licht und Schatten"

Kulturring: Kartenverkauf zurückgegangen, Helfer fehlen

Rinteln (who). "Der Rintelner Kulturring kriegt Licht und Schatten zu sehen", so der Kulturring-Vorsitzende Einhard Bormann zur Jahreshauptversammlung des Rintelner Vereins. Insgesamt sei die vergangene Saison gut verlaufen, fasste Bormann zusammen, hat auch einige ausverkaufte Veranstaltungen vorzuweisen. Auf der anderen Seite sei jedoch der Kartenverkauf um etwa zehn Prozent zurückgegangen.

veröffentlicht am 02.10.2008 um 00:00 Uhr

Als Positivbeispiele führte Bormann die Aufführung des "Woyzeck" an, die aus Anlass der Abiturprüfungen gespielt wird, sowie die "Rintelner Sinnesfreuden", eine Kombination aus Chansons und einem Vier-Gänge-Menü, und das Neujahrskonzert, bei dem es in diesem Jahr eine organisatorische Änderung geben werde: "Der Kartenvorverkauf findet künftig nur noch bei der Volksbank in Schaumburg und beim Kulturring statt." Mit auch nur zwei Vorverkaufsterminen wolle der Kulturring den "üblichen Ansturm" bewältigen. Mitglieder und Abonnenten können am ersten Dezember Karten ordern, maximal vier Karten pro Mitglied. Der Vorverkauf für Nichtmitglieder ist für den zehnten Dezember vorgesehen. "Bestellungen auf Liste" werde es im Vorfeld nicht geben. Wolfgang Westphal, Organisator des Neujahrskonzerts, schlug vor, zwei Konzerte zu veranstalten. Da das Neujahrskonzert in der Regel ein Zuschussgeschäft sei, sollen durch höhere Eintrittspreise die Kosten wenigstens etwas reduziert werden. Auf der Jahreshauptversammlung wurde auch ein gravierendes Problem des Kulturrings angesprochen: Immer wieder fehlen freiwillige Helfer für den Auf- und Abbau im Brückentorsaal. "Viele Schülerinnen und Schüler fallen aus, weil sie nachmittags Unterricht haben", so Bormann. Deshalb solle versucht werden, Unterstützung durch die Agentur für Arbeit zu bekommen. Schatzmeister Eberhard Kirsch sprach die Finanzen des Kulturrings an: Der Verein verwaltete im letzten Veranstaltungsjahr einen Umsatz von 99 000 Euro. Allein 60 000 Euro davon seien für die Gagen der Künstler ausgegeben worden. "Um die Qualität des Programms zu erhalten, mussten wir allerdings die Rücklagen angreifen." In Anbetracht dieser Zahlen einigte sich der Vorstand darauf, dass die Eintrittspreise in derübernächsten Saison "auf jeden Fall" angehoben werden müssten. Schatzmeister Kirsch dankte der Stadt Rinteln für den jährlichen Zuschuss von 35 000 Euro, bedauerte aber, dass die Schaumburger Landschaft ihre Unterstützung für den Rintelner Kulturbetrieb auf 7000 Euro reduziert habe. Die sinkenden Besucherzahlen begründete Kirsch damit, dass zuerst "am Luxus Kultur gespart wird, wenn das Brot im Hause fehlt." Der Vorstand des Kulturrings wurde bei den Wahlen zur Jahreshauptversammlung bestätigt: Einhard Bormann als Vorsitzender, seine Stellvertreter Petra Mehrens und Wolfgang Westphal, Schatzmeister Eberhard Kirsch und Schriftführerin Dorothee Beckmann bleiben im Amt.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige