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Der Funke ist nicht übergesprungen / Wollte der singende Schäfer nur die Sanierung seines Hofs?

Kurzes Glück für Melanie mit Schäfer Heinrich

Bückeburg. Die 36-jährige Melanie M. aus Bückeburg ist sicher gewesen, ihre große Liebe gefunden zu haben. Über die RTL-Serie „Bauer sucht Frau“ hat die gebürtige Auetalerin vor gut drei Monaten den singenden Schäfer Heinrich aus dem Sauerland kennengelernt und sich sofort in ihn verliebt. Sie träumte bereits von einem gemeinsamen Leben auf dem Schäferhof und einer Traumhochzeit, wie sie das Serien-Paar Narumol und Josef kürzlich feierte, doch jetzt ist die Seifenblase geplatzt – bei dem Schäfer ist der Funke nicht übergesprungen, und so sitzt Melanie wieder allein zu Haus in ihrer Wohnung in Bückeburg.

veröffentlicht am 16.07.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 09:41 Uhr

Kerstin Lange

Autor

Redakteurin zur Autorenseite

Die Fotos, CDs und Geschenke von „ihrem“ Schäfer hat Melanie schon alle weggeräumt. „Die Enttäuschung ist zu groß, und zurzeit kann ich das alles nicht sehen“, sagte sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Auf ihrem Nachttisch steht jetzt wieder ein Foto von ihrem Lieblingsstar Hape Kerkeling.

„Ich war häufig bei Heinrich im Sauerland, auch mehrere Tage ohne Kameras. Immer wieder habe ich versucht, einen Schritt auf ihn zuzugehen, aber außer Umarmungen ist nichts passiert“, erzählt Melanie. Heinrich habe auch nach mehreren Wochen immer nur festgestellt, man müsse sich erst näher kennenlernen, und er bräuchte Zeit.

Ob es daran lag, dass der 43-Jährige noch nie eine Beziehung zu einer Frau hatte? Oder war Melanie einfach nicht die Richtige?

Dabei waren die Fernsehzuschauer am Montag noch davon überzeugt, dass Schäfer Heinrich und Melanie ein glückliches Paar sind. RTL zeigte in der Serie „Einsatz in vier Wänden“, wie Tine Wittler den Schäferhof umbaute und einrichtete, um eine kuschelige Atmosphäre für die Verliebten zu schaffen.

Auch ein schickes Schlafzimmer mit Doppelbett – das erste in seinem Leben – bekam der Schäfer von der Einrichtungsexpertin, aber so richtig schien der 43-Jährige damit nichts anfangen zu können. „Das ist ein Metallbett“, stellte er in der Serie fest und fragte Tine Wittler, was denn bei Gewitter passieren würde. „Schlägt da nicht der Blitz ein?“ „Das wäre doch schön, wenn in Deinem Bett mal der Blitz einschlagen würde“, konterte Wittler, aber die eindeutige Zweideutigkeit schien Heinrich überhaupt nicht zu verstehen.

Aufmerksame Fernsehzuschauer bemerkten, dass Melanie bereits beim großen Finale der „Renovierungs-Serie“ nicht dabei war. „Bereits kurz vor Beginn des Umbaus war bei uns der Wurm drin, aber ich dachte, das kommt durch den Stress“, sagte Melanie.

Während des Umbaus lebten Heinrich und seine Mutter in einer Übergangswohnung, wo Melanie die beiden auch besuchte. „Da war dann überhaupt nichts mehr zwischen Heinrich und mir, und ich habe ihn direkt darauf angesprochen, wie es denn weitergehen soll“, erzählt die 36-Jährige. Daraufhin habe ihr der Schäfer gesagt, er glaube, dass es doch nicht passt mit ihnen, und dass es bei ihm auch nicht richtig gefunkt hat.

Enttäuscht reiste Melanie ab und war seitdem auch nicht mehr auf dem Schäferhof. In der RTL-Serie wurde es so hingestellt, als wenn Melanie keine Zeit hätte, beim großen Finale dabei zu sein.

Sie versteht nicht, warum der Schäfer sie nicht haben will. „Er hat eine Frau mit Pfeffer im Hintern gesucht und das bin ich. Gern hätte ich auch mal mit ihm zusammen auf der Bühne gestanden, aber er hat mich nie zu seinen Auftritten mitgenommen“, bedauert Melanie.

Vielleicht ist Heinrich aber auch der Meinung, dass die Bückeburgerin nicht auf seinen Hof passt und der Arbeit dort nicht gewachsen ist. „Ich habe Heuschnupfen, was Heinrich stört. Aber dagegen gibt es doch Medikamente“, sagte Melanie. Außerdem habe sie während einer Woche auf dem Schäferhof unter Rückenschmerzen gelitten und deshalb nicht so tatkräftig mit anpacken können, was Heinrich ebenfalls negativ registriert habe. „Aber den Haushalt habe ich immer mit seiner Mutter gemacht und auch sonst bei der Hofarbeit geholfen.“

Bleibt die Frage, ob der Schäfer nur aus Berechnung mit Melanie angebandelt hat. Schließlich hat RTL kostenlos sein veraltetes Haus renoviert und modern eingerichtet, um für das Paar ein ansprechendes Zuhause zu schaffen. Und obwohl die Serienmacher schon während der Sanierung wussten, dass keine Beziehung zustande gekommen ist, „verkauften“ sie den Fernsehzuschauern weiterhin die große Liebe. Melanie durfte bis zur Ausstrahlung der Sendung mit dem Titel „Startschuss in ein neues Leben“ am Montag, nichts von dem Ende der Beziehung erzählen.

Die 36-Jährige gibt ihre Suche nach dem Mann fürs Leben aber nicht auf. „Ich suche weiter nach einem humorvollen Mann um die 40“, sagt Melanie. Am liebsten hätte sie einen Rheinländer, denn sie plant einen Umzug nach Düsseldorf. „Dort sind die Menschen so aufgeschlossen und fröhlich. Das gefällt mir“, sagte die 36-Jährige, die seit ihrem 16. Lebensjahr davon träumt, berühmt zu werden.

Für Melanie M. (36) ist der Traum von einem Leben mit Schäfer Heinrich endgültig ausgeträumt.

Foto: la




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