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Hagenburger Rat votiert für Tempo 30 auf der Bundesstraße 441

Lärmpegel muss sinken

Hagenburg. Die Anwohner der Bundesstraße 441 im Bereich Lange Straße sind durch den Verkehrslärm erhöhten gesundheitlichen Risiken ausgesetzt. Diese Erkenntnis aus einem Gutachten (wir berichteten) will der Hagenburger Rat jetzt nutzen, um auf einer Länge von „Gaudlitz Ecke“ bis zum Torfdamm ein Tempolimit von 30 Kilometern pro Stunde auf der Bundesstraße durchzusetzen.

veröffentlicht am 23.02.2016 um 21:31 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:19 Uhr

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„Entscheidend ist das Wort ‚gesundheitsgefährdend‘“, meinte CDU-Fraktionssprecher Heiko Bothe während der jüngsten Ratssitzung. Und sein Gegenüber, SPD-Fraktionssprecher Friedhelm Vogt, hofft auf „ein kleines Trostpflaster für die Bürger“, weil die Umgehungsstraße wohl doch noch auf sich warten lassen werde.

Die Hagenburger gehen davon aus, dass sich der Lärmpegel bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung um gutachterlich errechnete rund 2,6 Dezibel (dB) senken lassen könne. Auf der Bundesstraße entwickelt sich in der Spitze deutlich mehr Lärm, als das Niedersächsische Wirtschaftsministerium im vergangenen Herbst in neu formulierten Handlungsempfehlungen für eine entsprechende Einführung der Tempo-30-Regelung gefordert hat.

Dass entlang der Langen Straße zudem auch die Ausgangswerte einer zumutbaren Lärmbelästigung tags (70dB) und nachts (60db) deutlich überschritten würden, stellte Gemeindedirektor Jörn Wedemeier dar. „Am Ratskeller ist es am Lautesten“, ergänzte Hagenburgs Bürgermeister Josef Vorderwülbecke (CDU) „mit 78 Dezibel am Tag und 71 Dezibel in der Nacht.“

Horst Häußler (WGH) hält auch die zeitliche Mehrbelastung der Autofahrer auf dem rund 1000 Meter langen Abschnitt für zumutbar. 48 Sekunden zusätzliche Fahrzeit hat Häußler bei Tempo 30 statt der bisherigen erlaubten 50 ausgerechnet.

Ob es bei der Tempo-30-Regelung auf der B 441 nur für die Lange Straße bleibt, oder auch möglicherweise weitere Abschnitte einbezogen würden – diese Frage von einem Zuhörer der Ratssitzung hat Wedemeier im Prinzip an die Genehmigungsbehörden weitergegeben. „Die Gemeinde hat Erkenntnisse über den Abschnitt Lange Straße gewonnen.“ Weitere Untersuchungen, wie auch eine aktuelle Verkehrszählung, habe der Baulastträger, also der Bund, vorzunehmen, ergänzte Wedemeier.




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