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„Lege Wert darauf, mich mit allen Fraktionen abzustimmen“ / Viele persönliche Verbindungen

Landrat Jörg Farr in die SPD eingetreten

Stadthagen (ssr). Zum Landrat gewählt worden ist Jörg Farr (49) vor gut einem Jahr als Parteiloser, aber angetreten war er als Kandidat der SPD. Nun hat der Obernkirchener vollzogen, was viele bereits seit einiger Zeit erwartet hatten: seinen Eintritt als Genosse in die SPD.

veröffentlicht am 29.12.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 03:22 Uhr

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Während einer Sitzung des Schaumburger SPD-Unterbezirksvorstands hat Farr mit dem Kreisvorsitzenden Karsten Becker den Aufnahmeantrag jetzt gegen das SPD-Parteibuch getauscht.

Wie Becker im Anschluss dazu am Mittwoch in einer Pressenotiz mitteilte, habe die SPD Farr im Jahre 2009 „aufgrund seiner hervorragenden fachlichen Qualitäten“ als Kandidaten für das Amt des Schaumburger Landrates nominiert. „Bereits im Nominierungsverfahren hatte sich Farr eindeutig zu den politischen Zielen und Grundwerten der SPD bekannt“, fährt Becker fort.

Gleichzeitig habe Farr aber deutlich gemacht, dass er im Falle seiner Wahl das Amt überparteilich im Sinne der Bürgerinteressen wahrnehmen wolle. Mittlerweile, schreibt Becker weiter, habe Farr sein Amt fast zehn Monate ausgeübt und in dieser Zeit belegt, mit allen politischen Fraktionen und Gruppen im Kreistag zusammenzuarbeiten.

Auf Anfrage dieser Zeitung, was für den Zeitpunkt seines Eintritts maßgebend gewesen sei, sagte Farr, es sei ihm ratsam erschienen, die Kreistagswahl und die sich daraus ergebenden Konstellationen abzuwarten. Das Ergebnis, nämlich eine Art „offener Zusammenarbeit aller Fraktionen ohne feste Bündnisse“, sei für ihn nun „ein guter Zeitpunkt, den Parteieintritt zu realisieren“.

Farr betonte, sein Amtsverständnis sei „sach- und themenorientiert“. Daher komme ihm die aktuelle Konstellation im Kreistag sehr entgegen. Er wolle „durch Konzepte überzeugen“. Und er lege Wert darauf, sich „mit allen Fraktionen abzustimmen“.

Der Landrat fügte hinzu: „Dieser pragmatische Stil ist gut für den Landkreis Schaumburg. Schon die Arbeit meines Vorgängers – ebenfalls Mitglied der SPD – war geprägt von Sachargumenten und überparteilichem Konsens.“

Unabhängig davon vertrete er seit langem Grundwerte der Sozialdemokratie. „Das gilt etwa für das Ziel von mehr Chancengerechtigkeit im Bereich der Bildung“, nannte er ein Beispiel. Mitbestimmend für seinen Eintritt sei aber auch, dass „seit dem Beginn meiner Bewerbung für die Kandidatur im August 2008 viele gute persönliche Verbindungen innerhalb der Schaumburger SPD gewachsen sind“.

Ferner spiele auch eine Rolle, dass er künftig an Treffen von niedersächsischen SPD-Landräten teilnehmen könne, was bei zukunftsorientierten übergreifenden Themen wichtg sein könne.

Der Schaumburger Landrat Jörg Farr ist nunmehr Mitglied der SPD. Foto: rg




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