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Bückeburger Autoschau: Zwischen Schlosstor und Stadtkirche ist Technik Trumpf

Lange Kette blitzender Publikumsmagneten

Bückeburg (jp). Autos und Delikatessen – diese Mischung hat auch in diesem Jahr und damit zum vierten Mal in Folge die Bückeburger und viele Besucher aus dem Umland auf die Beine und in die Innenstadt gebracht. Wer am Samstag und Sonntag den Gourmet-Treff „Bückeburg kocht über“ auf dem Marktplatz besuchte, der ließ es sich zumeist nicht nehmen, zwischen den edlen und glänzenden Karossen der fünf ausstellenden Bückeburger Fachhändler zu flanieren – und umgekehrt.

veröffentlicht am 06.08.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 22:41 Uhr

„Diese Kombination hat sich einfach bewährt und funktioniert auch diesmal wieder bestens“, freute sich Mit-Organisator Frank Starnitzke vom Autohaus Starnitzke in der Kreuzbreite. „Wir sind sozusagen unser gegenseitiges Rahmenprogramm.“

Mit ihm hatten auch die Vertreter der übrigen ausstellenden Fachhändler – Ford Tatge, Autohaus Becker-Tiemann, Renault Schöttelndreier und Autohaus Mohme & Piepho – keinen Grund, sich über mangelnde Publikumsresonanz zu beklagen. Selbst die etwas unbeständige Witterungslage am Sonntag hielt die Besucherscharen nicht von einer Stippvisite in Bückeburgs guter Stube ab, die an diesem Tag zudem mit einem verkaufsoffenen Sonntag lockte. Dass mit der Bückeburger Mercedes-Vertretung gegenüber den beiden Vorjahren ein Fachhändler fehlte, fiel zumindest optisch nicht ins Gewicht: Wie schon 2010 und 2011 erstreckte sich die lange Kette chromblitzender Neufahrzeuge vom Marktplatz bis kurz vor die Stadtkirche.

Keinen Einfluss scheinen die derzeitigen Hiobsbotschaften aus den Medien über Währungskrisen und Rettungsschirme auf die Stimmung bei den Bückeburger Autohändlern zu haben. „Wir verspüren hier absolut keine Kaufzurückhaltung“, so Frank Starnitzke, dessen Marke Opel ja gerade in den letzten Wochen mit positiven Botschaften aus den Nachrichten nicht gerade verwöhnt worden war. „Im Gegenteil: Wer sich mit offenen Augen unsere Autos hier auf der Autoschau anschaut, ist sehr überrascht, was für technologische Entwicklungen Opel in den letzten Jahren gemacht hat.“ Sein „Highlight“ auf der Bückeburger Autoschau: der rein elektrisch angetriebene Opel Ampera, der aufgrund eines Reichweitenverlängerers auch bei leergefahrener Batterie nicht stehen bleibt. Ein „unglaubliches Fahrgefühl“ biete der ebenso leise wie leistungsstarke Antrieb, schwärmt Frank Starnitzke: „Da zahlen die Leute tatsächlich 99 Euro für eine Probefahrt.“

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Vielleicht nicht ’nem geschenkten Gaul … aber einem noch zu bezahlenden Auto darf man schon gründlich ins Innenleben gucken.

Technik ist auch Trumpf bei den Fahrzeugen der Marke Ford beim Autohaus Tatge, insbesondere bei deren sogenannten Assistenzsystemen. „Viele Leute wissen gar nicht, dass unsere Autos mit den entsprechenden Ausstattungen über einen Abstandshalter verfügen oder automatisch einparken können“, meint Mitarbeiter Thomas Beike.

Thema Nummer eins sei aber angesichts der astronomischen Spritpreise grundsätzlich der Verbrauch. Hierfür hat Ford für seine Neuwagen den neuen 1-Liter-Eco-Boost-Motor in petto, der mit seinem Verbrauch von 4,9 Litern bereits einen Award als „Motor des Jahres“ gewann. Häufig gefragt wurden die Ford-Mitarbeiter auch nach Gebrauchtfahrzeugen – ein eher schwieriges Feld: „Die Leute wünschen sich vielfach Gebrauchtautos im Preissegment zwischen 3000 und 8000 Euro, aber das gibt der Markt derzeit kaum her.“

Dass Leistung und Sparsamkeit schon lange kein Gegensatz mehr sein müssen, zeigten auch die ausgestellten Fahrzeuge bei der BMW-Vertretung Becker-Tiemann, so zum Beispiel der neue 3er BMW – „ein Auto mit 185 PS, das sie aber mit 5 Litern fahren können“, wie Filialleiter Torsten Richter hervorhebt. Mitgebracht zur Autoschau hatten die Becker-Tiemann-Vertreter diesmal aber auch besonders interessante Leasing-Angebote, beispielsweise die Möglichkeit, für 279 Euro monatliche Leasingrate einen BMW 116i Fünftürer inklusive Vollkaskoversicherung zu fahren.

Beim Autohaus Mohme und Piepho stand unter anderem der neue Seat Mii im Mittelpunkt des Interesses, ein 3,55 Meter langer Cityflitzer, der für den sparsamen Innenstadtverkehr ebenso geeignet ist wie der Skoda Citigo. Darf’s etwas geräumiger sein? In den Seat Alhambra kriegt man dank seitlicher Schiebetür nicht nur Passagiere, sondern bei Bedarf auch richtig sperrige Gegenstände.

„Thema Nummer eins ist immer der Verbrauch – und dann erst der Preis“ berichtet Wilhelm Schöttelndreier, Chef der gleichnamigen Renault-Vertretung, von seinen Gesprächen mit Autoschaubesuchern. Angesprochen werde man dabei immer wieder auf Fahrzeuge, die zuvor in der Presse hochgelobt wurden. „Solche Modelle sind für die Kunden am interessantesten.“ Der erfahrene Bückeburger Autohändler schwört dabei auf das Dacia-Programm mit seinen neuen Start-Stopp-Motoren: „Da hat Renault wirklich einen ganz großen Griff gemacht.“ Positiv beurteilt er auch die Autoschau als Ganzes: „Hier kommen auch viele Leute zu uns, die wir in unseren Geschäftsstellen nicht zu Gesicht bekommen, weil hier mehrere Marken vertreten sind und sie deshalb einen besseren Überblick haben.“

Mit der Meisterlackiererei Timpe präsentierte sich erstmals auch ein Nicht-Händler im Rahmen der Bückeburger Autoschau. Der vergleichsweise junge Betrieb in der Scheier Straße bietet Lackierungsarbeiten verschiedener Art, angefangen von schweren Unfallinstandsetzung über kleine Schönheitsreparaturen bis zu Rostbeseitigung und professioneller Oldtimerrestaurierung.




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