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190 000 Euro im Haushalt / Kleinhegesdorf macht weiter mobil

Lauenau investiert in Breitbandausbau

Lauenau/Kleinhegesdorf. Das Thema gute Internetanbindung ist in der Samtgemeinde Rodenberg ein heißes Pflaster – zumindest dort, wo es diese noch nicht gibt. Doch auch nach Abschluss des großen Förderprojekts Cluster Süd-Niedersachsen gibt es weiterhin Fördertöpfe, die dem Breitbandausbau im ländlichen Bereich zugute kommen. Voraussetzung für ein positives Endergebnis bleibt immer, dass auch ein Telekommunikationsanbieter mit im Boot sitzt.

veröffentlicht am 07.03.2014 um 18:39 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 17:22 Uhr

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Eine entsprechende Entwicklung ergibt sich aktuell in den Lauenauer Bereichen „Baugebiet Am Deister I/II“ und „Baugebiet Am Felsenkeller/Am Hoppenberg“. Im Haushalt des Fleckens Lauenau sind für die Förderung des Breitbandausbaus in diesen Gebieten 190 000 Euro eingeplant. 95 000 davon sollen als Fördermittel von der EU kommen.

Das Geld fließt unter anderem in den Ausbau von Kabeln und die Installation der nötigen Multifunktionsgehäuse, erklärte Jörg Döpke, Fachbereichsleiter Planen und Bauen der Samtgemeinde auf Nachfrage der SN. „Mehr als 1,5 Kilometer Kabel müssen dort verlegt werden.“ Zugleich entstand eine Kooperation mit der Telekom, die die zwei genannten Bereiche versorgen wird. Die Gebiete sollen eine Übertragungsrate von bis zu 50 Megabit pro Sekunde erhalten. Die Fertigstellung ist für September vorgesehen.

Selbstverständlich sei das nur ein Anfang, ergänzte Döpke. Auch an anderen Stellen müsse es weitergehen, „aber einen Schritt nach dem anderen“.

Den öffentlichen Vorwurf der Kleinhegesdorferin Dorothea Kopp, die Verwaltung habe bewusst Chancen für Kleinhegesdorf in Sachen DSL-Ausbau verstreichen lassen, ist ihm unverständlich. „Wir setzen uns an allen Enden ein“, betonte Döpke. Worauf sich diese Aussage von Dopp beziehen solle, könne er nicht nachvollziehen.

Wörtlich schreibt Kopp in einem Leserbrief, der von mehreren Einwohnern unterschrieben wurde, dass Apelerns Bürgermeister Heinrich Oppenhausen Neubürgern mitgeteilt habe, „dass es von der Samtgemeinde-Verwaltungsspitze nicht gewollt war, sich an entsprechenden Initiativen des Landkreises bezüglich des DSL-Ausbaus zu beteiligen“.

So stehen lassen möchte der zitierte Oppenhausen diese Aussage aber nicht. Zunächst störe er sich an dem Begriff „wollen“. Es sei richtig, dass vor Jahren, als es um Ausbau-Förderprogramme ging, bei der Befragung im Landkreis zum Thema DSL unter anderem Kleinhegesdorf nicht einbezogen wurde. Der Grund: Es wurden zu wenig Chancen gesehen, dass sich für das Gebiet ein nötiger Kommunikationsanbieter finden würde. „Für die Anbieter ist das am Ende ja eine Frage der Wirtschaftlichkeit“, erklärt Oppenhausen.

Funkanbindungen, die wenigstens leicht schneller seien als die Übertragungsraten über das normale Leitungsnetz, seien dank des Senders am Rande von Groß Hegesdorf für jeden Kleinhegesdorfer nutzbar. Allerdings, wie einige Kleinhegesdorfer monieren, werden diese unter anderem bei Nebel schnell unterbrochen.

„Ich kann deshalb verstehen, dass die Leute dort eine bessere Verbindung möchten“, sagt Oppenhausen. Aber derartige Vorwürfe gegen die Verwaltung, wie sie von Kleinhegesdorfern schon mehrfach – unter anderem in Ratssitzungen – geäußert wurden, seien einfach nicht in Ordnung. Die Bemühungen seien da, Apelern, Lyhren und Reinsdorf haben dank jüngster Entwicklungen auch eine „super Verbindung“. Aber die Möglichkeiten der Verwaltung seien in diesem Bereich einfach begrenzt.




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