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DRK-Ortsverein Rodenberg organisiert Aktionen seit 50 Jahren / Jubiläumstermin am Sonntag, 19. April

Leben retten: 650 gehen jedes Jahr zur Blutspende

Rodenberg (bab). Die Blutspende rettet nicht nur das Leben anderer, sondern zuweilen auch das eigene. Das weiß das Rodenberger DRK bereits seit Jahrzehnten. In diesem Jahr blickt der Ortsverein auf 50 Jahre Blutspende zurück und organisiert eine Jubiläumsspende mit Überraschungen.

veröffentlicht am 08.04.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 08:41 Uhr

Blutspender sorgen dafür, dass genug Blutreserven für Notfälle bereitgehalten werden können. Damit leisten sie einen wichtigen Dienst für Menschen, die aufgrund von Unfällen, bei Operationen sowie Erkrankungen auf die Gabe des fremden Lebenssaftes angewiesen sind. Doch auch für die eigene Gesundheit sorgen die Spender damit, wie die Vorsitzende des Ortsvereins, Doris Angerstein, und Oliver Ziebolz, Gebietsreferent beim Blutspendedienst Springe, erklären. Denn die Spender werden sofort informiert, wenn mit ihren Blutbild etwas nicht stimmt. Angerstein und Ziebolz kennen Fälle, „in denen das ebenfalls Leben gerettet hat“.

Offiziell begannen die Spendenaktionen des Deutschen Roten Kreuzes 1957, wie Ziebolz berichtet. Der Rodenberger Ortsverein schloss sich dem System zwei Jahre später an. 1959 begann es mit einem Spendentermin pro Jahr unter der Ägide der damaligen Vorsitzenden Clara Pohlmann. 65 Freiwillige wurden damals zur Ader gelassen. „1964 ging es richtig los“, beschreibt Angerstein die Anfänge. Da zählte der Ortsverein bereits 177 Spender.

Die Termine wurden häufiger. Aus einem wurden zwei, dann drei und schließlich vier bis fünf Termine pro Jahr. Das Alter der Spender in Rodenberg reicht von 18 bis über 70 Jahre. 650 Blutspender versorgt der Ortsverein inzwischen pro Jahr. „Für die Größe dieser Gemeinde ist das eine tolle Zahl“, macht Ziebolz den 20 regelmäßigen ehrenamtlichen DRK-Helfern aus Rodenberg ein großes Kompliment. „Dort, wo wir eine aktive DRK-Gemeinschaft haben, kommen die Leute auch zu uns“, ist die Erfahrung des Gebietsreferenten. Er freut sich mit Hannelore Daniel quasi noch immer, eine Frau der ersten Stunde dabei zu haben. Seit 1960 steht sie mit ihrer Hilfe für den Ortsverein ein. Blutspender zu motivieren, sei auch deshalb wichtig, weil der Bedarf ständig steige.

Die mittlere Generation ist beim Blutspenden am geringsten vertreten. Was laut Ziebolz meist berufliche Gründe hat. Deshalb wird die Jubiläumsspende zum 50. Jahr auch an einem Sonntag vorgenommen. Am 19. April kann von 11 bis 15 Uhr gespendet werden. „Es gibt auch Überraschungen“, sagt Angerstein.

Eine Überraschung ist ein Ortswechsel: Wegen der Umbauten wurde der Blutspende-Termin in die Stadtschule an der Suntalstraße verlegt. Und wahrscheinlich wird Blutspende dort auch künftig abgehalten. Damit muss der DRK-Ortsverein nach einem halben Jahrhundert ihr angestammtes Quartier in der Julius-Rodenberg-Schule aufgeben.




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