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Erweiterung der Wohngruppen auf 52 Plätze geplant / Grundsteinlegung im Herbst

"Lebenshilfe" investiert zwei Millionen Euro

Stadthagen (fox). Wegen starker Nachfrage nach Wohngruppenplätzen sowie sich deutlich abzeichnendem Platzmangel an anderen eigenen Standorten hat sich die Stadthäger "Lebenshilfe" dazu entschlossen, einen neuen Gebäudekomplex am Ostring zu bauen. Rund zwei Millionen Euro investiert die gemeinnützige Gesellschaft in das Projekt. Die Grundsteinlegung sollspätestens im Herbst erfolgen. Mit dem Bau wird das Wohnheim um acht auf 52 Plätze erweitert.

veröffentlicht am 10.08.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:26 Uhr

Es geht voran, die Bauarbeiten am Ostring sind nicht mehr zuübersehen. Seit etwa Mitte Juli sind Tiefbaufirmen sowie Energieversorger damit beschäftigt, die Wiese neben den bestehenden Verwaltungs- und Wohngebäuden der "Lebenshilfe" zu erschließen. "Derzeit werden Gas-, Wasser- und Stromzuleitungen verlegt", berichtete "Lebenshilfe"-Geschäftsführer Manfred Seller, im Herbst soll der Grundstein für "unser letztes Baby", so Seller, gelegt werden. Steht der Bau, werden nach Wünschen des alleinigen Gesellschafters, des "Fördervereins Lebenshilfe", im Obergeschoss acht Wohngruppenplätze sowie ein Bereich für die Geschäftsstelle eingerichtet. Im Untergeschoss soll Raum für Krankengymnastik und den Familienentlastenden Dienst geschaffen werden. Dieser ist am Krähenweg ansässig und "platzt uns aus allen Nähten", sagte der Geschäftsführer. Bis es soweit ist, muss die "Lebenshilfe" noch einige Hürden nehmen. Beispielsweise akzeptiert das Landessozialamt als Kostenträger die bisher geplante Flächeneinteilung nicht. "Zimmer mit einer Größe von je 17 Quadratmetern sind zu viel. Wir haben daher von sechs auf acht Plätze erweitert, die Raumgröße beträgt nun 14 Quadratmeter", sagte Seller. In diesem Zusammenhang müsse auch die Einteilung zwischen Nutzflächen und Verkehrswegen neu aufgeteilt werden. Das Bückeburger Architekturbüro Stein sei derzeit fieberhaft damit beschäftigt, die Zeichnungen zu ändern. Kommende Woche sollen diese der Oberfinanzdirektion vorgelegt werden. Es folgen Verhandlungen mit dem Land über die Entgelte. Der Einzug sowie der Abschluss der Bauarbeiten soll "nicht vor Beginn 2007" erfolgen. Dies könnte wegen der Erhöhung der Mehrwertsteuer weitere Kosten bedeuten. Seller sprach von 2,2 Millionen Euro Gesamtkosten im ungünstigsten Fall. Um dies zu finanzieren stützt sich die "Lebenshilfe" auf Darlehen, eigene Mittel und Zuschüsse des Fördervereins. Darüber hinaus hat die "Lebenshilfe" Zuschüsse bei der "Aktion Mensch" beantragt. Diese seien - wenn überhaupt - jedoch nicht vor 2012 zu erwarten. Ein Schnäppchen hatte die "Lebenshilfe" bereits vor rund fünf Jahren gemacht: Die rund 4800 Quadratmeter große Wiese, auf der nun gebaut wird, bekam die gemeinnützige Gesellschaft damals bei Tilgung ihres Darlehens beim Landkreis "für'n Appel und'n Ei", sagte Geschäftsführer Seller.




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