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Rodenberg nimmt Darlehen für Baugebiet auf

„Leimkaute II“ gegen Einwohnerschwund

Rodenberg (bab). Die Fraktionen der Stadt Rodenberg erhoffen sich durch die Ausweisung des Baugebietes „Leimkaute II“ auch eine Stabilisierung der Bevölkerungszahlen. Kritik an der Planung gab es aber auch. Peter Friedrichkeit (SPD) meint, die Einwände der „Bürgerinitiative Rodenberg am Deister“ (BIR) seien nicht genug gewürdigt worden.

veröffentlicht am 08.12.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 05:22 Uhr

Die BIR hätte einen Stapel dicker Papiere dazu vorgelegt, so der SPD-Ratsherr. Er sei „misstrauisch, weil deren Argumentation an keiner Stelle auftaucht“, begründete Friedrichkeit, der dies bereits bei der Aufstellung des Flächennutzungsplans im Samtgemeinderat moniert hatte. „Ich verstehe das heute genauso wenig“, entgegnete Verwaltungschef Uwe Heilmann. Er verwies auf die Bürgerversammlung, bei der Fachleute und Anwohner der Deisterstraße, hinter der das Gebiet entwickelt werden soll, sich verständigt hätten. Die Konzepte der BIR seien dem Planer an die Hand gegeben worden, der sich damit auseinandergesetzt habe. „Der Planer ist intensiv darauf eingegangen.“ Auch nach Erinnerung von Bürgermeister Günter Altenburg (CDU) „sind alle Punkte angesprochen“ worden.

SPD-Fraktionschef Hans-Dieter Brand betonte bei den Beratungen zum Nachtragshaushalt die Wichtigkeit zusätzlicher Wohngebiete aus demografischer Sicht. Hauptamtsleiter Günther Wehrhahn hatte zu Beginn der Sitzung gemeldet, dass die Einwohnerzahl von Ende 2009 bis jetzt um 50 auf 6113 zurückgegangen sei. Das hat auch Auswirkungen auf die Ratssitze. Sinken die Zahlen unter 6001 Bürger, dürften im Rat der Stadt nur 17 statt 19 Ratsmitglieder sitzen.

Der Rat stimmte zu, für die Entwicklung des Baugebiets einen Kredit in Höhe von 350 000 Euro aufzunehmen. „Wir haben es gerade gehört“, sagte Schulz, wir haben 50 Einwohner weniger. Das ist eine Investition in die Zukunft.“




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