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Das ist zumindest planungsrechtlich für einen Teil des Bauausschusses ein großer Unterschied

Lieber Parklandschaft als landwirtschaftliche Flächen?

Bückeburg (rc). Die Stadt wird ihren Entwurf für den Flächennutzungsplan erneut öffentlich auslegen. Grund sind verschiedene Änderungen, die nach der ersten Beteiligung der Träger öffentlicher Belange eingegangen sind. Außerdem unterbreitete das Bauamt eigene Vorschläge, bei denen allerdings zwei nicht die Mehrheit im Bau- und Planungsausschuss fanden.

veröffentlicht am 12.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 19:41 Uhr

So werden die Hofwiesen und Fischteiche nach den Erfahrungen der Vergangenheit mit mehreren geplanten Seniorenheimen weiterhin als Parklandschaft ausgewiesen und nicht als landwirtschaftlich genutzte Fläche, wie es eigentlich der Ist-Zustand ist und wie es seitens der Verwaltung vorgeschlagen worden war. „Sollte es noch einmal ein solches Ansinnen geben, habe ich doch lieber eine Parkverordnung im Rücken als eine landwirtschaftliche Fläche“, brachte Ratsherr Wolfhard Müller die Stimmung der Mehrheitsgruppe auf den Punkt.

Die CDU-Fraktion warb dagegen dafür, den Plan den Gegebenheiten anzupassen. Bei der folgenden Kampfabstimmung kam es zum Patt: sechs zu sechs Stimmen. Damit bleibt es bei der Ausweisung als Parklandschaft. Allerdings unterlief dem Ausschussvorsitzenden Bernd Insinger (SPD) bei der zweimaligen Abstimmung ein Fauxpas: Sein Ausschuss hat nur elf stimmberechtigte Mitglieder.

Einig war sich der Ausschuss dagegen bei der Überplanung weiterer möglicher Wohnbauflächen im Osten Bückeburgs zwischen der Bergdorfer Straße hinüber zur Rustbreite in Bergdorf. Hier sind derzeit noch Äcker und Wiesen, mittelfristig sollen hier nach den bisherigen Vorstellungen der Politik Wohngebiete entstehen – wenn es genügend Nachfrage gibt.

Baubereichsleiter Jörg Klostermann schlug nun vor, zumindest in der Mitte Äcker und Wiesen nicht zu überplanen, um die Ortsgrenzen zwischen der Kernstadt und dem Ortsteil Bergdorf zu erhalten. Was auf massiven Widerstand des Ausschusses traf, der sich durchgängig einig war, dass Bückeburg und Bergdorf zusammenwachsen könnten. Klostermann warnte davor, dass Bückeburg nicht zu viele Flächen für Wohnbebauung ausweisen könne, da beim Landkreis der Bedarf für diese Flächen nachgewiesen werden müsse. Ein Argument, das bei Insinger auf wenig Gegenliebe stieß: „Wir brauchen hier nicht im vorauseilenden Gehorsam entscheiden.“ Und Edeltraut Müller von der Wählerinitiative „Wir für Bückeburg“ erinnerte daran, dass die Stadt innenstadtnahe Wohnbauflächen insbesondere für junge Familien braucht.




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