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Landesparteitag am Samstag im Weserberglandzentrum

Linkspartei beschäftigt sich in Hameln mit Frauenpolitik

Hameln (wft). Mit ihrem zweiten Landesparteitag meldet sich die Linkspartei an diesem Samstag im Weserberglandzentrum zu Wort. Als Schwerpunkt steht auf der Tagesordnung am Vormittag ein Frauenplenum, an dem auch nur die weiblichen der rund 200 Landesdelegierten zugelassen seien, wie der Landesgeschäftsführer der Partei Jörg Vonderbosch auf Anfrage erklärte.

veröffentlicht am 26.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 27.11.2009 um 10:48 Uhr

Hintergrund dieses Schwerpunktes ist laut Leitantrag, dass die Linkspartei ihre „frauenpolitischen Ziele bei weitem noch nicht erreicht“ hat. Für die Linke sei aber die „Durchsetzung wirklich Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern von überragender Bedeutung“. Obwohl für Ämter und Mandate in der Linken die Quote gelte, habe in der Partei „noch kein grundsätzliches Umdenken“ stattgefunden, stellen die Antragsteller selbstkritisch fest.

Um die klassische Rollenverteilung „aufzubrechen“, müssten die gesellschaftlich notwendigen Tätigkeiten durch „gleich verteilt werden“. Bei einem 16-Stundentag sollten jeweils vier Stunden für Erwerbsarbeit, Fürsorge- und Pflegearbeit, Arbeit an eigener Entwicklung und Kultur sowie Arbeit in der Politik zur Verfügung stehen. Dabei räumt die Linke ein, dass diese Vision „nicht von heute auf morgen umzusetzen“ ist. Angesichts des „Kahlschlags am Sozialstaat“ hätten Niedriglöhne und Altersarmut allerdings „nicht immer nur ein weibliches Gesicht“.

Vorstandswahlen stehen auf dem Landesparteitag, der auch über die Folgen der Globalisierung und die Rolle des Marktes im Kapitalismus diskutieren wird, nicht an. Am Ende des Parteitags gibt es nur Wahlen für verschiedene andere Parteigremien.




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