weather-image
20°
×

Fünfte „Lesebrille“ mit Ingo Röder, Burkhard Fischer und Roland Kremling

Literarische Zeitreise

Bückeburg. „Adam, probier doch mal!“ „Ist der Pilz nicht giftig, Eva?“ „Ach was, er macht nur schlauer!“ Und schon ward die Sünde geschaffen. Was einem vermutlich aus der Bibel bekannt vorkommt, wird von den drei Dichtern bei der „Lese-Brille“ vollkommen neu interpretiert. Zum mittlerweile fünften Mal lud das Augenoptik-Geschäft „Die Brille“ zur Lesung ein, am vergangenen Freitagabend trugen Ingo Röder, Burkhard Fischer und Roland Kremling einige ihrer Gedichte vor.

veröffentlicht am 26.02.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 05:21 Uhr

Wo sich normalerweise alles um die Augen dreht, spitzt man heute stattdessen lieber die Ohren. In gemütlicher Atmosphäre begrüßt Geschäftsführer Udo Niemann die etwa 20 Gäste mit einem Glas Prosecco. Er sei „sehr stolz, dass die Veranstaltung inzwischen zur Institution in der ‚Brille‘ geworden ist“. Eintritt wurde nicht verlangt, doch um einen „Austritt“, welcher dem Kinderhospiz Syke gespendet werde, bittet Niemann und übergibt damit den drei Hobbydichtern das Wort.

Thematisch steht dem Publikum eine literarische Zeitreise bevor; die Schöpfung, Maritimes und Bildung sind die Sujets des Abends. Kremling, Fischer und Röder, die auch privat eine freundschaftliche Beziehung pflegen, setzen diese wortgewandt und humorvoll um. Da wird der Urknall dann durch eine Brötchentüte symbolisiert oder die Evolution im Zeitraffer durchgespielt.

Amüsant schildert Ingo Röder, wie Qualle und Butt sich streiten, denn nun steht das Meer im Fokus. Für die Entstehung des Wattenmeers macht Roland Kremling die undankbare Ehefrau des Fischers verantwortlich. Als Letztes wird auch das aktuelle Thema der Bildung poetisch beleuchtet. Das nutzt Burkhard Fischer, um dem Publikum die Geschichte eines hoffnungslosen Falls in der Schule zum fleißigen Schüler zu berichten. Honoriert wird die vorgetragene Lyrik der Drei mit vielen Lachern und anerkennendem Applaus.

Die Zugabe der Hobbydichter ist deshalb schon obligatorisch, auch hier kommt das Publikum nicht aus dem Schmunzeln. Das Schlusswort setzt schließlich Udo Niemann, er freue sich jetzt schon auf die nächste „Lese-Brille“. Das Gleiche gilt sicherlich auch für die Gäste, denn ein unterhaltsamer lyrischer Abend ist hier garantiert.ee




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige