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Rund um die Kirche locken Leckereien wie Thüringer Butterstollen oder Kokosmonde Besucher an

Lockere Ordnung macht den Markt heimeliger

Bad Eilsen (sig). Die Idee ist zu loben: Diesmal sind die Buden beim Weihnachtsmarkt nicht in Reih und Glied an der Friedrichstraße aufgebaut worden, sondern standen aufgelockert auf dem Rasenplatz vor der Christuskirche. Die Anordnung in der Form eines Halbkreises mit einer größeren Freifläche im Innenraum kam gut an. Der Markt erhielt eine fast familiäre Atmosphäre, wirkte heimeliger.

veröffentlicht am 05.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:20 Uhr

Auch mit dem Besuch waren die Organisatoren durchaus zufrieden. Es ging nämlich gleich am frühen Vormittag los. Weil sie die größere Auswahl haben wollten, tummelten sich die ersten Gäste schon um 10 Uhr vor etlichen Ständen. Besonders gefragt waren zu diesem Zeitpunkt weihnachtliche Backwaren, Gestecke und Adventskränze. Den eigentlichen Auftakt bildete um 9.50 Uhr eine Andacht in der Christuskirche, gehalten von dem Gemeindemitglied Edeltraut Radczewski. Pastor Lutz Gräber begleitete sie am Keyboard. Erstaunlich viele Besucher kamen anschließend auch schon zum Bücherflohmarkt ins Gotteshaus, um in den Kisten zu stöbern, in denen nicht weniger als 3000 Bände aus allen Wissensbereichen und Unterhaltungsliteratur aufbewahrt waren. Beim Gemischten Eilser Chor platzte die Auslage aus allen Nähten. Barbara Jansen verriet uns: "Wir haben Thüringer Butterstollen, Mohn- und Quarkstollen gebacken, außerdem schlesischen Lebkuchen mit Nüssen, Schokolade und Honig sowie Kekse." Wir entdeckten dort noch andere Angebote, wie Gelees, Marmelade und Quittenlikör. Die Ortswehr betreute wieder den Bratwurstgrill und derörtliche Schützenverein den Getränkestand. Der TSV Bad Eilsen lud zu Gesprächen über seine vielfältigen Vereinsangebote bei Kaffee und Kakao mit und ohne "Schuss" und selbstgebackenem Apfelbrot ein. Beim Familienkreis der evangelisch-lutherischen Kirche gab es Geschenkanhänger, Serviettenringe und Karten aller Art. Gebastelt, gewerkelt und gebacken wurde in den letzten Wochen außerdem im Seniorenheim "Désireé". Deshalb konnte man zahlreiche Engel, Teelicht- und Kerzenhalter, Tür- und Fensterbilder, dekorative Zweige und allerlei Kekse verkaufen. Das umfangreichste Gebäckangebot hatte wieder die Familie Zimmermann. Es reichte von Mandelsternen über Pfefferkuchen und Kokosmonden bis zu Vanillekipferl. Insgesamt mögen es an die 20 verschiedenen Sorten gewesen sein. Von den Knusperhäuschen waren vornehmlich diejenigen gefragt, die man noch selbst mit verschiedenen Süßigkeiten belegen kann. Gleich daneben präsentierte sich unterm Kirchendach die Familie von Friedrich Winkelhake. Die Töchter Bettina und Heidi hatten adventliche Gestecke angefertigt. Dazu verkauften sie Krippen sowie zur Weihnachtsgeschichte passende Figuren aus Olivenholz. Eine der ausgestellten Krippen hatte der Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins aus einer Werkstatt in Jerusalem mitgebracht. Vor dem Eingang zum Gemeindehaus stand ein Zelt mit Secondhand-Spielsachen, Kuscheltieren und Büchern. Dort zog es vor allem junge Mütter und ihren Nachwuchs hin. Im Inneren des Gebäudes gab es weitere handwerklich hergestellte Dinge, einiges an Hausrat, Bücher und vor allem eine große Tombola mit rund 150 Preisen. Im Raum des Spielkreises wurde nicht nur gebastelt, sondern auch eine leckere Erbsensuppe ausgeschenkt. Diese Aufgabeübernahmen Hannelore Stühm und Wilma Kolbe. Am frühen Nachmittag wurde dann auch die Kaffeestube mit einem großen Angebot an Torten und Kuchen geöffnet. Beim evangelischen Pflegedienst gab es den ganzen Tag über duftende Backäpfel mit Vanillesoße. Gleich an mehreren Ständen wurde ein neues Kochbüchlein angeboten. Ingmar Everding hatte in ihm die Lieblingsrezepte heimischer Familien zusammengestellt, und zwar sowohl für Hauptgerichte als auch für Vorspeisen, Suppen, Desserts und Backwaren. Zum Preise von 2,50 Euro ist das Druckerzeugnis weiterhin im evangelischen Gemeindebüro zu erhalten. Das Rahmenprogramm lief wie geplant ab. In der Kirche spielte der Organist Wilfried Stühmeyer weihnachtliche Lieder. Zwischendurch las Ingrid Herdam aus einem großen Sammelband bekannte Märchen. Nach dem Auftritt des Posaunenchores Bad Eilsen-Rolfshagen sorgte die Schaumburger Trachtenkapelle mit ihrer traditionellen Weihnachtsserenade für den musikalischen Ausklang. Aussagenüber den Erlös für die geplanten karikativen Spenden an die Tschernobylhilfe, die Hermannsburger Mission und den CVJM konnten noch nicht gemacht werden. Aber weil insgesamt recht gut verkauft wurde, ist die örtliche Kirchenleitung optimistisch.

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Gefragt ist die Gebäckauslese der Familie Zimmermann (oben). Schwester Christine Bührig sorgt für Nachschub im Apfelbackofen.



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