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Alfred Schröcker liest afrikanische Märchen

Löwe und Leopard mal ganz schwach

Winzlar (ada). Um den Löwen als „Zeichen der Unbesiegbarkeit“ geht es am Freitag, 24. August, um 20 Uhr im Stationsgebäude der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM) in Winzlar. Alfred Schröcker liest am Lagerfeuer Märchen aus Afrika über Löwen und Leoparden.

veröffentlicht am 07.08.2012 um 17:33 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 06:22 Uhr

Der Löwe als König der Tiere gilt von der Antike bis heute als nahezu unbesiegbar. Deshalb ist er ein bedeutendes Wappentier, von Heinrich dem Löwen bis zum Stadtwappen Wunstorfs. Löwen und Leoparden wurden über viele Jahrhunderte als höchst gefährlich angesehen – vor allem für die Afrikaner, wie es in einer Presseankündigung heißt.

In afrikanischen Märchen werden deshalb die Verhältnisse von Raubtier und Opfer umgedreht. So wird in einem Märchen aus Kamerun der brüllende Löwe als Kraftprotz von einem Kuckuck besiegt. In einem anderen aus Namibia machen die sehr geschickten Eidechsenkinder dem selbstbewussten Löwenjungen Probleme, und ein Junge aus dem Volk der Dama wehrt sich erfolgreich gegen einen blutgierigen Löwen. Manche Fabeln gehen so weit, dass die Figuren bereits Mitleid mit dem Löwen entwickeln – wie die des Koboldes Heitsi Eibeb.

Auch der Leopard bekommt sein Fett weg. In einem Märchen der Bantu-Völker setzt sich ihm eine Antilope zur Wehr, in einem weiteren Märchen aus Namibia wird er von einem Ziegenhirten mithilfe eines Stachelschweins erlegt.

Im Anschluss an die Vorlesung steht eine Feldermausführung auf dem Programm. Der Eintritt ist frei. Bei Regen steht ein Wintergarten für die Vorlesung zur Verfügung.




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