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Lotto-Stellen gestrichen

Nienstädt/Pollhagen/Wiedensahl (gus). Wegen einer neuen Verordnung sind in Niedersachsen 65 Lotto-Annahmestellen gestrichen worden. Unter anderem betrifft dies Nienstädt, Pollhagen und Wiedensahl.

veröffentlicht am 08.04.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 19:42 Uhr

Seit Anfang April ist die Annahmestelle von Marianne Böttcher im Nienstädter Sportheim dicht. Die Gesellschaft Toto und Lotto Niedersachsen hat Böttcher zum 31. März gekündigt. In Stadthagen und Obernkirchen gebe es jeweils mehrere Annahme-Schalter – aber die Bewohner kleinerer Orte schauen in die Röhre, ärgert sich die Wirtin der Gaststätte am Schierbachstadion.

Die Pressestelle von Toto und Lotto Niedersachsen begründet die Streichung der 65 Schalter mit dem neuen Staatsvertrag für den Glücksspielbetrieb. Dieser sehe vor, dass nur noch maximal 2400 Annahmestellen für Lotto-Scheine in Niedersachsen existieren. Bisher habe es 2426 davon gegeben.

Der Rotstift sei nun nach dem Wirtschaftlichkeitsprinzip angesetzt worden und habe somit gleich mehr Lotto-Schalter erwischt, als für das Erreichen der 2400er-Grenze nötig gewesen wären. Ursprünglich sollten 95 Filialen gekündigt werden. Diese Zahl sei auf 65 reduziert worden.

Alle geschlossenen Annahmestellen hätten einen Wochenumsatz von weniger als 1500 Euro, in der Regel zwischen 700 und 1000 Euro. Von 700 Euro Lotto-Umsatz, so ein Sprecher der Glücksspielgesellschaft, bleibt nur eine Provision von etwa 42 Euro.

Auf Anfrage bestätigte der Pressesprecher, dass außer für Nienstädt weitere Kündigungen im Schaumburger Land ausgesprochen worden sind. Unter anderem für Pollhagen und Wiedensahl. In größeren Orten wie Obernkirchen, Stadthagen, Rodenberg, Bad Nenndorf und Lauenau habe es hingegen keine Schließungen gegeben.




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