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Bürger werden zum Mitwirken eingeladen / Günter Döring übernimmt Bearbeitung / Erstes Ziel: Material sammeln

Luhden bildet Arbeitskreis für eine Dorfchronik

Luhden (sig). Ein geschichtsloses Dorf möchte Luhden nicht werden und auch kein Ort mit deutlichen Lücken in seiner Entwicklungsgeschichte. Deshalb will der Gemeinderat eine Dorfchronik anlegen. Sie soll auch nicht auf die lange Bank geschoben werden. Deshalb hatte die Vorsitzende des Sport- und Kulturausschusses, Jutta Schmidt-Hausschildt, die Ratsmitglieder zu einer ersten Besprechung in den Sitzungsraum der Gemeinde eingeladen.

veröffentlicht am 15.07.2008 um 00:00 Uhr

Diese Zusammenkunft diente dem Zweck, das weitere Vorgehen miteinander abzustimmen. Mit dabei war Günter Döring, das Vorstandsmitglied des Eilser Heimat- und Kulturvereins. Er hat sich bereit erklärt, die Dorfchronik zu verfassen. In diesem Metier ist er als Experte einzustufen. Davon profitierten bereits Heeßen und zuletzt auch Ahnsen, für das er anlässlich der 750-Jahrfeier eine Chronik zusammengestellt hat. Ihm zur Seite steht jetzt ein neu gebildeter Arbeitskreis, dem neben den Ausschussmitgliedern Bürgermeister Peter Zabold, sein Stellvertreter Hartmut Büscher, Bernd Gliese, Thomas Hahne und Thomas Beckmann angehören. Ergänzt werden kann diese Gemeinschaft auch von interessierten und sachkundigen Einwohnern. Nach den Sommerferien soll es am Mittwoch, 27. August, die erste Zusammenkunft des Arbeitskreises geben, der sich künftig an jedem ersten Mittwoch eines Quartals im Gemeindehaus trifft. Nach Überzeugung der Ratsmitglieder ist man besonders in der ersten Phase dringend auf die Mithilfe der Dorfbewohner angewiesen. Es kommt nämlich zunächst einmal darauf an, Material zu sammeln, zu kopieren und einzuordnen. Viele Begebenheiten, die für eine Chronik von Bedeutung sind, werden nur mündlich überliefert. Sie findet man weder in den Akten des Niedersächsischen Staatsarchivs in Bückeburg noch in kirchlichen Ablagen. Bürgermeister Peter Zabold: "Wir freuen uns über jeden, der uns alte Dokumente, Fotos, Kartenmaterial, aber auch Geschichten über Luhden und Schermbeck zur Verfügung stellt." Er ist bereit, während seiner Sprechzeiten dienstags von 17 bis 18.30 Uhr im Gemeindehaus als Anlaufstation zu fungieren. Wer möchte, kann seine Unterlagen aber auch per Post an die Adresse der Gemeindeverwaltung, Lindenbrink 7, 31711 Luhden versenden. Der Bürgermeister versichert, dass alle Originale pfleglich behandelt und nach dem Kopieren unversehrt zurückgegeben werden. An seine Bürger appelliert er: "Machen Sie mit, es lohnt sich für uns und für die Generationen, die nach uns kommen! Wenn wir nicht jetzt Vergangenes aufschreiben und erfassen, dann gerät wichtiges Kulturgut in Vergessenheit."




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