weather-image
×

15-jähriger Auhäger besteht anspruchsvolle Organistenprüfung / Ausgleich: Tischtennis

Lukas sorgt für Furore

Auhagen. Musikalisch ist Lukas Adam schon immer gewesen. Dass er einmal zu den jüngsten geprüften Organisten der heimischen Landeskirche zählt, hätte er vor zwei Jahren aber selbst nicht gedacht. Alles begann mit der genauen Betrachtung einer Orgel und einer ersten Probestunde während der Konfirmandenzeit – danach hat ihn das große Instrument nachhaltig in seinen Bann gezogen.

veröffentlicht am 30.05.2013 um 19:33 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 21:42 Uhr

Autor:

„Zunächst war ich skeptisch, doch dann reifte der Gedanke, mich zu steigern“, erklärt der 15-Jährige in Anspielung an sein Keyboard, das er bereits früh spielen lernte. Das Talent, das in Lukas steckt, fiel Pastor Reinhard Zoske aus Bergkirchen sofort auf. „Wenn du das Orgelspiel erlernen willst, dann musst du zu Herrn Plate gehen“, so der Rat an den Konfirmanden vor zwei Jahren.

So kam es, dass Lukas bei dem ehemaligen Stiftskantor Reinhard Plate in Wunstorf an der neuen Feopentow-Orgel in der Neuapostolischen Kirche den Unterricht aufnahm. Dieser umfasst nicht nur das praktische Orgelspiel, sondern auch eine Vielzahl musiktheoretischer und kirchenmusikalischer Fächer. Dennoch bleibt Lukas noch immer genügend Zeit, um auch anderen Hobbys nachzugehen. „Ich tanze gerne und bin auch noch an einem Band-Projekt beteiligt.“ Durch Tischtennis und Laufeinheiten holt er sich den nötigen sportlichen Ausgleich.

„Ich habe jetzt die D-Prüfung bestanden. Ob ich den nächsten Schritt gehe und die C-Prüfung absolvieren werde, kann ich noch nicht sagen.“ Hierfür müsste Lukas zeitweise in Hannover spielen und noch viel Arbeit auf sich nehmen. Da er ab Sommer in die elfte Klasse kommt und das Abitur in nicht mehr allzu weiter Ferne ist, will er sich nicht unter Druck setzen lassen. „Ebenfalls weiß ich noch nicht, ob ich mir später vorstellen könnte, das Orgelspiel zu meinem Beruf zu machen. Mich interessieren noch viele andere Dinge“, sagt er schmunzelnd. Bislang übt er viermal pro Woche – davon einmal bei Plate in Wunstorf, wo ihn sein Opa regelmäßig hinfährt.

Gelegentlich konnte Lukas sein Können bereits in Gottesdiensten unter Beweis stellen. „Irgendwann war es an der Zeit, die Organistenprüfung vor der Prüfungskommission der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover abzulegen“, so Plate, der Lukas zu diesem Schritt ermutigt hat. In der fast dreistündigen Prüfung wurde er auf Herz und Nieren geprüft. „Er war bestens vorbereitet und bestand schließlich mit sehr guten Noten“, berichtet der frühere Stiftskantor voller Stolz über seinen Schützling, der auch zukünftig dem Instrument treu bleiben will. Ob es eine weitere Prüfung geben wird, entscheidet Lukas ganz allein.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige