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Zusätzliche Mitarbeiterin im Helpser Jugendzentrum stellt Monat für Monat neue Programm-Broschüren zusammen

„Madhouse“: Lisa Herzig bringt frischen Wind ins Haus

Helpsen (gus). Im Helpser Jugendzentrum „Madhouse“ weht seit einigen Monaten ein frischer Wind. Grund ist, dass mit Lisa Herzig eine zusätzliche Arbeitskraft eingestellt worden ist. Und die junge Frau hat sich eine ganze Menge einfallen lassen, um neue Impulse zu setzen.

veröffentlicht am 05.02.2010 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 10:22 Uhr

Gestalt nehmen die Änderungen auch in schriftlicher Form an. Seit kurzem erstellt Herzig Programm-Broschüren für die einzelnen Monate. Darin balanciert sie das „offene Angebot“ des „Madhouse“ mit zusätzlichen Aktionen aus. Denn zu viel Programm werde von den Jugendlichen abgelehnt. Für das „offene Angebot“ – soll heißen: die Jugendlichen kommen ins Madhouse und vertreiben sich ihre Zeit nach Belieben – muss genügend Raum bleiben, so Herzig.

Zur Aktivität zählt gemeinsames Kochen. Dies sei „der Renner“ bei den Jugendlichen – und zwar quer durch alle Altersstufen. Herzig erstellt eine Einkaufsliste, dann geht es zum Verbrauchermarkt schräg gegenüber. Mit den eingekauften Zutaten machen sich die Jugendlichen ans Zubereiten der Speisen – bevorzugt kommt Pasta in den Kochtopf. Mit ihrer erfrischenden und zugleich bestimmten Art bringt es Herzig, die im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahrs das Jugendzentrum betreut, fertig, dass sogar das Aufräumen und Säubern der Küche funktioniert.

Nicht ganz so berauschend war die Resonanz auf Bastel-Aktionen im „Madhouse“. Die Jugendlichen rümpfen schon eher die Nase, wenn Herzig sie Weihnachtssterne ausschneiden lässt. Doch deshalb nimmt sie das Basteln keineswegs aus dem Programm. „Auf Ostern freue ich mich schon richtig“, frohlockt sie.

Ebenfalls neu ist regelmäßiges Karaoke-Singen. Dabei müssen Herzig und Björn Held, der früher allein für das „Madhouse“ verantwortlich war, zunächst einmal das Eis brechen, indem sie selbst laut und schief drauflosträllern. „Wenn wir uns erst blamiert haben, machen die Jugendlichen auch mit“, sagt Herzig.

Mit der Computer-Spielkonsole „Wii“, die kürzlich angeschafft worden ist, haben die „Madhouse“-Besucher ebenfalls jede Menge Spaß. Die „Wii“ kommt allerdings nur dosiert zum Einsatz. Herzig findet das Computerspielen mit eigenem Bewegungseinsatz durchaus pädagogisch wertvoll. Einerseits müssen sich die Spieler viel bewegen, außerdem sei Konzentration und Koordination gefragt. Auch Teamarbeit sei bei manchen Spielen wichtig.

Das „Madhouse“ ist nach Worten Herzigs momentan gut besucht. Im Winter nehme die Frequenz jedoch etwas ab. Die Öffnungszeiten sind weitgehend beibehalten worden: Dienstags öffnet das Jugendzentrum von 17.30 bis 20 Uhr, freitags von 17.30 bis 20.30 Uhr. Abgeschafft haben die Verantwortlichen die Trennung nach Altersgruppen. Jugendliche von zwölf bis 18 Jahren verbringen Zeit im „Madhouse“, so Herzig. Es werden aber auch Ausnahmen gemacht, wenn etwas ältere Besucher dabei sein wollen.




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