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„Junge Oper“ spielt „Hänsel und Gretel” in der Herderschule

Männlein steht im Walde, die Kinder auf der Bühne

Bückeburg. Schüler der fünften und sechsten Jahrgangsstufe der Bückeburger Herderschule haben einen Hauch Opernluft geschnuppert: In der Aula der Realschule führte die „Junge Oper“ aus Bad Salzuflen am Dienstag eine kindgerecht adaptierte Version der um 1890 von Engelbert Humperdinck komponierten Oper „Hänsel und Gretel“ auf. Und da die Kinder das Werk intensiv erleben sollten, wurden sie von den drei Hauptdarstellern aktiv in den Handlungsverlauf einbezogen.

veröffentlicht am 15.05.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 20:41 Uhr

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In der Praxis sah dies so aus, dass die im Publikum sitzenden Schüler mit Liedertexten versorgt worden waren, um etwa bei den Volksliedern „Ein Männlein steht im Walde“ und „Brüderchen, komm tanz mit mir“ stimmlich mit einzusteigen. Einige Kinder (und eine Lehrerin) erhielten sogar die Gelegenheit, in einfache Kostümen gekleidet als Nebendarsteller auf der Bühne mitzuwirken.

„Das war lustig“

„Das war lustig“, erzählte der 13-jährige Vincent Linke später begeistert. Ihm war eine Sprechrolle als „Taumännchen“ zu teil geworden, das die im Wald schlafenden Geschwister „Hänsel und Gretel“ alias Gernot Koppitz und Yvonne Yung Lee mit Wasser aus einer Blumenspitze wecken musste. Aufgeregt sei er dabei schon gewesen, verriet der Realschüler. „Ich hab mich auch ein bisschen verlesen.“

Die Mini-Oper selbst gefiel dem Bückeburger ebenfalls, wenngleich er die Texte der von den Hauptakteuren gesungenen Lieder nicht so gut verstehen konnte. „Aber das ist normal bei einer Oper“, erklärte er.

An den Opernliedern hatte auch Kerim Özkeles seine Freude: Vor allem „Gretels“ Gesang habe sich schön angehört, sagte der Zwölfjährige. Und dass er als eines der „Waldengelchen“ auf der Bühne agieren durfte, sei ziemlich „witzig“ gewesen. „Ein bisschen traurig“ fand er dagegen die ärmlichen Verhältnisse, in denen die Familie von „Hänsel und Gretel“ leben musste.

An der Herderschule habe es Tradition, dass den Schülern einmal jährlich eine Oper vorgestellt wird, um sie an diese Materie heranzuführen, berichtete der Lehrer Joachim Klöpper. Zuvor hätten sich die Kinder im Unterricht mit dem Komponisten und seinem Werk befasst.




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