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In gewohnter Frische und Reinheit: Adventliche und weihnachtliche Gesänge gefallen in der Stadtkirche

Märchensänger zeigen sich in guter Form

Bückeburg. Es gehört zur schönen Tradition, dass die "Schaumburger Märchensänger" kurz vor den Feiertagen ihr festliches Weihnachtskonzert in der Stadtkirche veranstalten. In gewohnter Frische und Reinheit präsentierten sich die Mädchen und Jungen unter ihrem vitalen Leiter Volker Arendts in diesem Jahr aufs Neue dem erwartungsvollen, zahlreich herbeigeströmten Publikum.

veröffentlicht am 21.12.2007 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:28 Uhr

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Die musikalischen Vorstellungen von Volker Arendts wollen jeden Anflug forcierten Singens vermeiden. Man kann sie am besten mit einem Register umschreiben. In alphabetischer Reihenfolge summieren sich Begriffe wie andächtig, ehrfürchtig, friedlich und schlicht, beziehungsweise lebhaft und spritzig, zu einem auf Ausgleich aller Melodien, Harmonien und Klangfarben ausgerichteten Dirigieren. Disziplin ist oberstes Gebot und auf persönliche, freundliche Art allgegenwärtig - vom Auftritt bis zum stimmungsvollen Abgang. Das bezeugten rund 25 ausschließlich weihnachtliche Vokalwerke, die in vier Programmblöcken vielseitige Eindrücke hinterließen. Zunächst zeigten die jungen Akteure ihre musikalischen Fähigkeiten bei ansprechend ausgeformten Vorträgen von Mendelssohn Bartholdys "Hark! The Herald Angels Sing", Rheinbergers "Puer natus in Bethlehem" und weiteren zu Herzen gehenden Stücken wie etwa Kodálys "Adventi ének" sowie "Tollite Hostias" von Saint-Saens, um nur einige Titel zu nennen. Schon hier fielen Einzelstimmen angenehm auf. Die zweite Visitenkarte lobenswerter Schulung reihte sich an mit Kompositionen wie "Joy to the World" (Händel), einem von verschiedenen Gruppen zelebrierten "Vom Himmel hoch" (Martin Luther), dem immer wieder unter die Haut gehenden "Mariae Wiegenlied" (Reger) oder dem rhythmisch raffinierten "Cantique de Noel" des Opernkomponisten Adam. Kantor Siebelt Meier bettete die Darbietungen kompetent in Orgeltöne ein und sorgte zwischendurch mit Bachs "Toccata und Fuge d-Moll" für rasante Abwechslung. Der natürliche Charme der Crew und die kunstvollen und doch so ungekünstelten Interpretationen gefielen auch im weiteren Verlauf des über zweistündigen, pausenlosen Abends bei fein abgestuften Wiedergaben internationaler Lieder. Lustvoll rückte die Truppe neben dem anmutigen "Dormi, dormi" aus der Schweiz und dem zarten "Carol of the Children" mannigfache andere Titel aus aller Herren Länder ins rechte Licht, für deren wohldosierte Umrahmung im zweiten Teil Siebelt Meier und im ersten alternierend Querflötistin Anastasia Pawlik sowie Akkordeonistin Mateja Zenzerovic sorgten. Beide Künstlerinnen wussten bei Erholungsphasen der Choristen überdies mit einer Vinci- und einer Telemann-Sonate zu erfreuen. Der erst zum Schluss erbetene Beifall fiel sehr herzlich aus.




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