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Autor Banscherus erzählt in der Bücherei, was Schüler-Detektiv Kwiatkowski so alles erlebt

Maggiflasche leer trinken – dann rüüüüülpsen!

Bückeburg (mig). Er ist nicht ganz so gewitzt wie Kalle Blomquist, hat aber viel aufregendere Fälle als „TKKG“: Die Rede ist von Kwiatkowski, einem Schüler-Detektiv, der ständig Chewinggum kaut und literweise Milch trinkt. Schöpfer des neunmalklugen Ermittlers ist der frühere Journalist Jürgen Banscherus, der jetzt auf Einladung der Hofbuchhandlung Frommhold in der Stadtbücherei zu erleben war.

veröffentlicht am 19.11.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 13:41 Uhr

Ein Krimi ganz ohne Blut und Gewalt, geht das denn? Und wie, kann man nur sagen. Zumindest wenn die handelnde Figur der pfiffige Schüler-Detektiv Kwiatkowski ist. Der findet verschwundene Rollschuhe, löst die Kaugummi-Verschwörung und hilft – ganz ohne brutale Gewalt oder Schusswaffe – einem Mobbing-Opfer (in „Rache ist Schokotorte“). Authentisch bleibt Kwiatkowski auch in seiner jugendlichen Sprache. Etwa bei der Kaugummiblasen-Wette, die sein Gegner haushoch verliert. Die Strafe folgt auf dem Fuß: „Nachdem er die Maggiflasche leer getrunken hatte, rülpste er, bis der Kalk von der Wand rieselt“. Fast noch spannender als die Lesung (vor rund 30 Kindern) war die anschließende Fragerunde mit Einblicken in die Schreibwerkstatt Jürgen und die Entstehungsgeschichte der Reihe.

Denn den ersten Kwiatkowski hat Banscherus für seine Tochter geschrieben: „Die kam mit 16 Jahren zu mir und sagte, ,Ich möchte nie mehr TKKG lesen, da weiß man nach der Hälfte, wie es ausgeht‘ “, erzählte der Autor, „Da dachte ich mir, jetzt schreib ich für Katharina einen Krimi, bei dem sie nicht weiß, wie er ausgeht“. Aus dem Experiment wurde ein großer Erfolg: Schon das erste Buch verkaufte sich sehr gut und wurde inzwischen in 15 Sprachen übersetzt.

Und der Name Kwiatkowski? Hat sich Banscherus nicht ausgedacht. „Bei der WM 1954 gab es einen Ersatztorhüter, der Heini Kwiatkowski hieß“, erläuterte der Autor, „Den mochte ich schon als Kind gerne, weil er so herrlich kompliziert war.“

Im Anschluss an die – von der Hofbuchhandlung Frommhold und der Stadtbücherei organisierten – Lesung folgte eine kleine Autogrammstunde, danach konnten die Kinder einige der Bücher auch kaufen. Maria Pruneddu (Frommhold): „Diese Lesungen machen wir zweimal im Jahr, um den Kindern die Gelegenheit zu geben, die Autoren einmal zu erleben.“




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