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Umfrage: Derzeitiges Angebot in Meinsen-Warber „nicht ausreichend“ / Experte: Unterschriften sammeln

Mangel an DSL-Anschlüssen dokumentiert

Meinsen-Warber (bus). „Die Auswertung spricht dafür, dass das derzeitige Angebot als nicht ausreichend wahrgenommen wird“, lautet das Fazit einer Fragebogenaktion, mit der der Ortsrat Meinsen-Warber die örtliche Situation bezüglich der aktuellen Internetverfügbarkeit erforscht hat. „Insbesondere Nutzer, die das Internet auch beruflich einsetzen“, erläuterte Berichterstatter Christoph Vauth, „erkennen einen Mangel an schnellen Anschlüssen“.

veröffentlicht am 19.02.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 09:21 Uhr

Der Mangel komme einem Teilausschluss von der vollwertigen Benutzung des Internets gleich, so der Hauptorganisator der Aktion. Moderne Media-Anwendungen sowie Home-Office oder Telearbeit könnten unter den gegenwärtigen Bedingungen häufig nur eingeschränkt oder gar nicht ausgeführt werden. Die Umfrage verzeichnete mit 117 Rückläufen von 430 beteiligten Haushalten eine bemerkenswert hohe Beteiligung. Die größte Zustimmung im Fragenkatalog (etwa 75 Prozent) fand eine Vorformulierung, nach der Politik und Ortsrat sich für eine Verbesserung der derzeitigen Situation einsetzen sollen.

„Sammeln Sie Unterschriften“, empfahl Günther Stahlhut den Lokalpolitikern. Der Ex-Bankier, der von Hespe aus allerhand Schwung in die unterversorgte heimische DSL-Szene (DSL steht für „Digital Subscriber Line“ – Digitaler Teilnehmeranschluss) gebracht hat, führte der im „Alten Krug“ tagenden Versammlung ein sehr detailliertes Bild seiner Aktivitäten und Einschätzungen vor Augen. Das Fehlen schneller Internetanschlüsse ziehe für Kinder, Schüler und Jugendliche Bildungsnachteile sowie für Geschäftsleute Wettbewerbsnachteile nach sich. Darüber hinaus drohe den Ausgeschlossenen soziale Isolation, betonte der Experte.

Stahlhut informierte den Ortsrat darüber, dass zum 31. März dieses Jahres die TAL-Vereinbarung auslaufe. „Danach tut sich vieles“, kündigte er an. Die TAL (Teilnehmeranschlussleitung) gilt Eingeweihten als „Mutter aller Vorleistungen“. Das Kürzel steht allgemein für die Entgelte, die alternative Netzbetreiber der Deutschen Telekom als Miete für die sogenannte Letzte Meile zu zahlen haben. Für den von der Bundesnetzagentur festgelegten Mietpreis dürfen die Telekom-Wettbewerber das Telefonkabel von der Vermittlungsstelle bis zum Kunden nutzen und müssen keine eigenen Kabel verlegen.

Verwaltungsvertreter Karlheinz Soppe teilte mit, dass die Stadt gegenwärtig an einer vom Landkreis initiierten Umfrage teilnimmt, in der aktuelle Sorgen und Wünsche der Schaumburger bezüglich der Internetversorgung erfasst werden.




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