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Initiative gibt Reaktivierung der alten Kleinbahnstrecke noch nicht auf

Meer-Bahner bleiben am Zug

Seeprovinz. Die Initiative für die Reaktivierung der Steinhuder Meer-Bahn will 2015 aktiv bleiben und macht sich weiter für einen täglichen Personennahverkehr auf einer teilweise neuen Meer-Bahn-Strecke stark. Das hat die Gruppierung um den Wunstorfer Ratsherren der Grünen, Albert Schott, und den Vorsitzenden des Vereins Steinhuder Meer-Bahn, Nils Hoffmann, bei ihrer ersten Sitzung im neuen Jahr deutlich gemacht.

veröffentlicht am 19.01.2015 um 20:21 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

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Das gelte nach wie vor, auch wenn das Projekt bei der Auswahl des Landes Niedersachsen knapp die Endrunde verpasst hat. Der Zug ist aus Sicht der Bahnbefürworter für ihr Objekt nicht abgefahren. Zwischen den Zeilen habe das Verkehrsministerium zu verstehen gegeben, dass auch für nicht ganz vorn stehende Strecken noch Chancen bestehen. Die sehen Schott und seine Mitstreiter deshalb, weil einige vom Verkehrsministerium favorisierte Projekte offenbar nicht umgesetzt werden können.

Die weit vorn vom Land platzierte OHE-Strecke Lüneburg-Soltau wird inzwischen nicht mehr favorisiert, weil örtliche Politiker Desinteresse bekunden und örtliche Bürgerinitiativen wegen Bahnlärms und angeblich verkehrsunsicheren Bahnübergängen demonstrieren. Schott hat im Herbst rund um den Bahnhof Wunstorf auf den Parkplätzen die Herkunft der dort parkenden Umsteiger auf die Bahn untersucht. Dabei stellte er fest, dass ein Drittel der parkenden Fahrzeuge aus den Kreisen Schaumburg und Nienburg stammte. Das bestätige die Erwartung, dass eine Meer-Bahnstrecke nach Steinhude für Umsteiger von großem Interesse wäre, meint Schott.

Ein ähnliches Projekt vor den Toren Braunschweigs mit dem Dorf Harvesse als Umsteigeadresse auf der grünen Wiese, das gut im Rennen liegt, könne hier Pate für die Wunstorfer Aktivitäten stehen. Die Meer-Bahnfreunde wollen in diesem Jahr eine Schaufahrt mit dem modernsten Nahverkehrs-Triebwagentyp auf der Strecke nach Bokeloh anbieten. Dabei sollen Skeptiker davon überzeugt werden, dass die Bedenken bezüglich Bahnlärms und Verkehrsbehinderung nicht angebracht sind, sagt Hoffmann.




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