weather-image
12°
×

Marianne Hecht nach 43 Jahren als Lehrerin verabschiedet / Tochter in Schule eingesperrt

"Meerbecker Urgestein" geht in Rente

Meerbeck (gus). Marianne Hecht ist nach 38 Dienstjahren an der Grundschule Meerbeck in den Ruhestand verabschiedet worden. Zusätzlich zu Dankesworten waren zahlreiche Anekdoten aus 43 Jahren als Lehrerin, davon zwei im Studium, zu hören.

veröffentlicht am 11.07.2008 um 00:00 Uhr

Meerbecks Gemeindebürgermeister Klaus Tanski bezeichnete Hecht als den Idealtyp des Grundschullehrers - verlässlich, engagiert und verwachsen mit der Bevölkerung in dem Ort ihres Wirkens. Nicht nur in der Schule habe sich Hecht verdient gemacht. Ins Vereinsleben, in die Kirchengemeinde und mehr als zehn Jahre langin den Gemeinderat habe sich eingebracht. Fritz Anke, Samtgemeindebürgermeister in Niedernwöhren, dankte dem "Meerbecker Urgestein" für den guten Dienst, den sie fast vier Jahrzehnte lang geleistet habe. Schulleiterin Bernadette Menzel entließ Hecht offiziell per Urkunde in das Rentnerdasein. Allerdings nicht ohne daran zu erinnern, dass die scheidende Kollegin die Schule wesentlich geprägt hat. Auch auf ungewöhnliche Wiese. So habe Hecht ihren Schützlingen zusätzlichen Flötenunterricht im Lehrerzimmer erteilt. Wie das Leben so spielt, sind es die kleinen Missgeschicke der Laufbahn, die rückblickend den größten Unterhaltungswert haben. Menzel erzählte von einem Glas mit Raupen, das undicht war. Die Schmetterlinge seien später überall in Hechts Klassenzimmer geschlüpft. "Richtige Pfauenaugen", wie Hecht betonte. Auch die Erinnerung daran, wie die heutige Pensionärin ihre eigene Tochter versehentlich in der Schule eingesperrt hat, blieb nicht unerwähnt. Von allen Rednern erhielt Hecht reichlich Lob für ihre Arbeit. Das dickste allerdings von Pastor Josua von Gottberg, der als Vikar sein Schulpraktikum bei Hecht absolviert hatte. "Bei Ihnen habe ich mein Trauma von Schule überwunden", sagte er. Hecht verabschiedete sich zum Zeichen ihrer Verbundenheit im gelben Meerbecker Schul-T-Shirt. "Es hat mich hier nie weggezogen. Ich werde auch jetzt in Meerbeck bleiben", sagte die gebürtige Bückeburgerin. Das dürften vor allem die Mitglieder der Frauengymnastikgruppe, die Hecht seit gut 25 Jahren leitet, gern hören. Denn die scheidende Lehrerin erklärte, diese Funktion weiterhin ausüben zu wollen.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige