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Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Schaumburg seit 2009 um fünf Prozent geklettert

Mehr Jobs im Landkreis

Landkreis. Die Zahl der versicherungspflichtigen Arbeitsplätze im Landkreis Schaumburg hat sich von 2009 bis 2013 um 1800 Jobs erhöht. Das ist eine Steigerung um 4,9 Prozent. Diese positiven Zahlen hat Landrat Jörg Farr in der jüngsten Sitzung des Kreistags präsentiert.

veröffentlicht am 06.03.2014 um 19:47 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:52 Uhr

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Die Ziffern stammen aus einer Statistik der Industrie- und Handelskammer (IHK). Eine Erhebung der Agentur für Arbeit geht für denselben Zeitraum sogar von einem Plus von 5,4 Prozent aus. Die absolute Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hat nach Angaben der Agentur für Arbeit Ende des vergangenen Jahres kreisweit 38 579 betragen. Dazu kommen noch rund 14 000 Pendler, die in Schaumburg wohnen und auswärts arbeiten.

Nach Einschätzung des Stadthäger IHK-Geschäftsstellenleiters Martin Wrede hat Schaumburg in den vergangenen Jahren vor allem vom allgemeinen Konjunkturhoch profitiert. „Das ist keine Schaumburger Besonderheit.“ Besonders starke Impulse hätten im Landkreis Firmen des verarbeitenden Gewerbes erhalten. Das gelte besonders für Unternehmen, die exportieren. Diese hätten sich als „Konjunkturmotor“ auch für Teile des Dienstleistungsgewerbes erwiesen.

Der für Regionalentwicklung zuständige Erste Kreisrat Klaus Heimann sieht auch das Konjunkturhoch, betont aber lokale Anstrengungen. Nach dem Wegbrechen tausender industrieller Arbeitsplätze zu Beginn des Jahrhunderts habe später „ein großes Paket an Maßnahmen der Wirtschaftsförderung gegriffen“. So seien zügig Gewerbegebiete entwickelt worden, nicht nur aber speziell entlang der Autobahn. Dort seien zahlreiche neue Jobs entstanden. Auffallend sei auch, dass „viele kleine und mittlere Unternehmen in Schaumburg kontinuierlich gewachsen sind“, fügt Heimann hinzu.

Cornelia Kurth, Leiterin der Geschäftsstelle Schaumburg der Agentur für Arbeit, verweist darauf, dass hierbei etliche neue Altenheime entstanden sind. In nicht unerheblicher Zahl neue Jobs entstanden seien auch durch die Paritätische Lebenshilfe Schaumburg Weserbergland (PLSW). Und: „Einige größere Firmen im Landkreis haben deutlich aufgestockt.“ Nicht zuletzt sei zu berücksichtigen, dass auch die neue Bürgerarbeit sozialversicherungspflichtig sei.

Dass in den vergangenen Jahren auch im hiesigen Handwerk zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen worden sind, bestätigt Fritz Pape, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Das betreffe hauptsächlich das Bauhaupt- und -nebengewerbe. Angesichts der immer niedriger werdenden Zinsen hätten viele Bürger „lieber in die Sanierung oder den Bau von Gebäuden investiert, als das Geld auf der Bank zu lassen“.

Durch die konjunkturelle Dynamik sei auch der private Konsum angestiegen und habe im Dienstleistungsbereich neue Jobs geschaffen, fügt Wrede hinzu: „Die privaten Konsumenten sind in den vergangenen Jahren einfach mutiger geworden.“




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