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Ausschuss votiert für farblich unterscheidbare Formulare / Schülerfahrten getrennt erfassen

Mehr Kontrolle fürs Anrufauto

Samtgemeinde Rodenberg. Der Ausschuss für Wirtschaft und Fremdenverkehr will künftig genauer untersuchen lassen, wie viele Schüler mit dem Anrufauto zur Schule fahren. Denn dies ist nicht der originäre Zweck des Modells bezuschusster Taxifahrten in der Samtgemeinde Rodenberg.

veröffentlicht am 20.01.2015 um 15:38 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 13:42 Uhr

Verwaltungsmitarbeiter Ingo Heuser berichtete von weiterhin steigenden Nutzerzahlen beim Anrufauto, was vor allem auf die rege Tätigkeit des Unternehmens Funktaxen Schaller zurückzuführen sei. Aktuell rechne die Samtgemeinde mit einem jährlichen Kostenzuschuss von rund 40 000 Euro. Gestartet war das Projekt mit rund 7500 Euro.

Im Ausschuss wurde die Frage aufgeworfen, ob es das Phänomen eines Schulbusersatzverkehrs per Anruftaxi gibt. Genauer: Nutzen Schüler – möglicherweise sogar geduldet von den Eltern – das Anruftaxi und zahlen den per Samtgemeinde-Zuschuss vergünstigten Tarif? Dies lässt sich aus Gründen des Datenschutzes aus den Fahrtnachweisen nicht herauslesen, hieß es seitens der Verwaltung.

Allerdings kündigte Hauptamtsleiter Günther Wehrhahn an, dass die Fahrscheine künftig hinsichtlich der Uhrzeiten genauer angeschaut werden. Es könne schon sein, dass Schüler das Modell nutzen, wenn sie mal den Bus verpasst haben. Doch einen flächendeckenden Ersatz des Schulbusverkehrs vermutete Wehrhahn nicht.

Dennoch stimmte der Ausschuss dafür, dass künftig Fahrscheine für Jugendliche und für ältere Menschen getrennt erfasst werden. Dabei soll eine farbliche Differenzierung helfen. Denn grundsätzlich sind auch Jugendliche nicht vom Anrufauto ausgeschlossen. Sie zahlen sogar weniger für ihre Fahrten, weshalb eine Einschätzung der Zahl an Schülerfahrten jetzt bereits möglich ist. Die neuen Kontrollen erhielten daher nur eine knappe 4:3-Mehrheit.

Wehrhahn betonte außerdem, Zielgruppe Nummer eins seien in der Mobilität eingeschränkte, in aller Regel ältere Menschen, die zum Einkaufen oder zum Arzt befördert werden wollen. Zu beachten sei allerdings, dass das Anrufauto keine Passagiere auf der Schnellbuslinie Lauenau-Haste befördert. Denn dann streiche der Landkreis seinerseits den Zuschuss. Der Kreis erstattet 50 Prozent der Kosten für Fahrten, die laut ÖPNV-Regeln förderfähig sind. Förderfähig waren 2013 nur 59 Prozent aller Fahrten.

Die Kosten für Fahrten nach Bad Münder betrugen 2014 bis Oktober 940 Euro, nach Bad Nenndorf 13 622 Euro, nach Hameln 575 Euro, nach Stadthagen 7893 Euro und nach Wunstorf 972 Euro. Grundsätzlich zahlen alle Passagiere einen Eigenanteil, bei den längeren Fahrten übersteigt dieser den Zuschuss deutlich. Das Anrufauto-Modell steht von 7.30 bis 19 Uhr zur Verfügung.gus




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