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Verein für Städtepartnerschaften plant Änderungen

Mehr Mitglieder, größerer Vorstand

RINTELN. Der Rintelner Verein für Städtepartnerschaften hat ein bewegtes Jahr hinter sich - allein wegen des großen Slawno-Jubiläums und des traurigen Todes von Beisitzer Mike Middleton. Doch der Verein will sich nun auf neue Beine stellen - und hat viel geplant fürs Jahr 2018. Und anderem Reisen, bei denen noch Plätze frei sind:

veröffentlicht am 29.12.2017 um 17:00 Uhr

Vom Jubiläumsjahr zieht der Verein für Städtepartnerschaften eine überwiegend positive Bilanz. Und hat 2018 viel Neues vor. Foto: Archiv

RINTELN. Das zweite Halbjahr 2017 war im Rintelner Verein für Städtepartnerschaften überschattet vom Tod des Beisitzers für Kendal seit Begründung der Städtepartnerschaft, Mike Middleton. Ohnehin hatte der Vorstand bereits seit Wochen eine Erweiterung seines Umfangs geplant, da außerdem die Beisitzerin für Slawno lange Zeit krankheitsbedingt ausfiel.

„Umso mehr hatte der übrige Vorstand zu tun, denn im Jubiläumsjahr des Vereins sollte ja alles besonders gut gelingen“, teilt Vorsitzender Dietrich Lange in seinem Jahresendbrief an die Mitglieder mit. „Deshalb wurde ein Konzept für die Entlastung entwickelt. Die beiden Beisitzer sollen jeweils eine Stellvertretung bekommen, darüber hinaus soll ein fester Unterstützerkreis für jede Partnerstadt gebildet werden. Unterstützer haben wir bereits gefunden, Stellvertreter leider nicht.“

„All diese Personen können an den Vorstandssitzungen teilnehmen, haben aber kein Stimmrecht“, fährt Lange fort. „Das Konzept wird der Mitgliederversammlung am 21. Februar 2018 zur Beschlussfassung vorgelegt. Die Satzung muss deshalb nicht geändert werden. Weitere Interessenten für Vorstandsämter und die Unterstützerkreise können sich noch beim Vorstand melden.“

Doch zunächst ein Blick zurück auf das zweite Halbjahr: Die Aktivitäten zum Jubiläumsjahr verliefen erfolgreich, zwei Gruppenbesuche aus Kendal mussten allerdings wegen Terminproblemen auf 2018 verschoben werden, so der Besuch einer Damenfußballmannschaft aus Kendal beim Damenteam des SC Deckbergen-Schaumburg.

Fest geplant ist Ende September eine Reise des Gospelchors der Johannisgemeinde Rinteln nach Kendal, von wo der Lakes Gospel Choir drei Wochen später auf Gegenbesuch nach Rinteln kommt, um mehrere Konzerte mit Rintelner Chören zu geben. Für die Flugreise nach Kendal (29. September bis 3. Oktober 2018) kann sich bis Ende Januar noch anmelden, wer mitreisen will. Die Gesamtkosten pro Kopf liegen samt Flug, Übernachtungen, Ausflügen und Transfers bei etwa 500 Euro bei Übernachtung in der Jugendherberge; Hotel sei deutlich teurer. 2018 fährt auch wieder eine Gruppe von Behinderten der Lebenshilfe Rinteln nach Kendal.

In Kendal ist im Partnerschaftskomitee-Vorsitzende Diane Innes zurückgetreten, arbeitet aber als Mitglied weiter mit. Den Vorsitz hat wieder einmal Philip Ball übernommen, einer der treuesten Freunde der Städtepartnerschaft.

Höhepunkt der Jubiläumsaktivitäten mit Slawno war das gemeinsame Festkonzert der Slawnoer Feuerwehrkapelle mit der Bigband des Gymnasiums Ernestinum Rinteln vor mehr als 200 Zuhörern im September im Brückentorsaal. Slawnos Bürgermeister Dr. Frankenstein reiste dazu ebenfalls mit einer kleinen Delegation an.

Ende Januar 2018 kommen etwa 34 Jugendliche aus zwei Slawnoer Schülertanzgruppen mit sieben Begleitern für Auftritte zum Senioren- und Kinderkarneval nach Rinteln. Zwei Wochen später erwidern Rintelner Gardetänzerinnen voraussichtlich den Besuch mit der Teilnahme an einem Tanzfestival in Slawno, wo sie 2017 den ersten Platz belegten. Über Pfingsten (18. bis 22. Mai) wird eine Besuchergruppe aus Rinteln zum 50. Blasmusikfestival nach Slawno fahren. Mit im Gepäck für mehrere Auftritte ist dann die Rintelner Country-Band „Daisy Town“ um Daniel Ellermann. Hier können sich Interessierte bis Ende Januar für eine Mitreise anmelden. Ein Besuch in Danzig ist dann auch geplant, Gesamtkosten pro Kopf etwa 200 Euro.

Über den 1. Mai erwartet der SC Rinteln eine Jugendfußballmannschaft aus Slawno zu einem Turnier in Rinteln, das ist der Gegenbesuch für die SC-Turnierteilnahme in Slawno 2017.

„Über die Aktivitäten 2017 gibt es ausführliche Bildberichte auf der Homepage unseres Vereins“, teilt Lange mit. „Unser Verein hat seine Mitgliederzahl auch 2017 leicht steigern können, die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel wurden ausgeschöpft bis auf ausgefallene Besuche, die 2018 nachgeholt werden. Das dafür bereitgestellte Geld wird übertragen.“ Um seinen Bekanntheitsgrad zu erhöhen und für seine Aktivitäten zu werben, hat der Vorstand beim Rintelner Weihnachtsmarkt für zwei Tage das Mehrgenerationenhaus genutzt.

„Mit der Ausrichtung der öffentlichen Landestagung der Deutsch-Polnischen Gesellschaften in Niedersachsen, wo der Verein Mitglied ist, wollen wir am Samstag, 16. Juni 2018, im Gymnasium Ernestinum weiteres Interesse wecken“, kündigt Lange an. Dort werden Schüler des Gymnasiums ihr Projekt mit Slawno im ehemaligen KZ Stutthof vorstellen. Als Referenten hat der Landesverband außerdem die Autorin des Films „Wir Juden in Breslau“, Karin Kaper, Trägerin des Schlesischen Kulturpreises 2017 des Landes Niedersachsen, und den preisgekrönten deutsch-polnischen Schriftsteller Artur Becker verpflichtet, der unter anderem einen Roman geschrieben hat („Die Zeit der Stinte“), der sich mit Vorgängen im ehemaligen KZ Stutthof befasst. Hier sind interessierte Gäste zu den öffentlichen Teilen vormittags und nachmittags eingeladen. Der Eintritt ist frei. Über weitere Details wird rechtzeitig informiert.

Doch zunächst lädt der Vorstand zur Mitgliederversammlung am Mittwoch, 21. Februar 2018, 19 Uhr, ins Klubhaus des Tennisvereins Rot-Weiß Rinteln an der Waldkaterallee ein.

„Nach der Tagesordnung wollen wir mit einer Bilderschau 2017 und einem deftigen Eintopfessen in das 26. Jahr unseres Bestehens starten“, so Lange. red

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