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Wie Mädchen und Jungen im Waldkindergarten der „Arche Noah“ schon vor der Schule spielend schlau werden

Mein Stock ist eine Axt!

Bückeburg. „Wissenschaft im Kindergarten“, so nennt sich ein Projekt, das seit dem Frühjahr in der Kindertagesstätte (Kita) „Arche Noah“ läuft. Finanziert vom Förderverein „Weiße Taube“ und einigen Partnern, können die Kinder so Wald und Natur erkunden.

veröffentlicht am 25.07.2015 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 02:41 Uhr

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Aus dem Bückeburger Harrl dringt an diesem Morgen fröhliches Rufen. Hier liegt, etwa 20 Meter entfernt von einer kleinen Straße, der Waldkindergarten der Kita „Arche Noah“. Ein kleines Paradies für die Kinder, die hier spielen, toben und lernen können. Gerade jetzt hat sich eine kleine Gruppe um einen Holzstamm versammelt, der quer über einer kleinen Senke liegt. Für die Steppkes ein Signal, Hand anzulegen. Mit schnell zusammengesuchten Stöcken werden die Kinder zu starken Holzfällern. „Klong, klong“ machen die „Äxte“, und die Kinder haben sichtlich Spaß.

„Hier müssen die Kinder ihre Fantasie anstrengen“

Der Vorsitzende des Fördervereins, Sebastian H. Geisler, beobachtet das Treiben mit einem Lächeln. „Das ist das Schöne an unserm Außenplatz – hier müssen die Kinder ihre Fantasie anstrengen.“ Die Kinder müssten im Wald viel mehr miteinander kooperieren und viel mehr miteinander reden. „Hier gibt es ja erst einmal nichts, das muss man sich alles erst einmal schaffen“, gibt Geisler zu bedenken, was auch auf den Waldkindergarten zutrifft, den die Kinder mit Hilfe von Eltern und Mitarbeitern in Eigenregie angelegt haben. Heute verfügt der Platz nicht nur über einen Bauwagen, sondern auch über ein mobiles Klo – alles finanziert vom Förderverein und einigen Partnern.

Ein ganz wichtiges Projekt der Kita findet ebenfalls auf dem Außenplatz statt: „Wissenschaft im Kindergarten“, unter der Anleitung der Diplom-Biologin Eva Maria von Löbbecke-Lauenroth. Seit dem Frühjahr dürfen die Kinder kleine Experimente machen und so erste wissenschaftliche Erfahrungen sammeln. Ein Ausgangspunkt für die kleinen Untersuchungen sind Fragen wie: „Warum ist der Himmel blau?“ Oder: Wie kommt der Sand an den Strand?“ Heute versteckt von Löbbecke-Lauenroth ein Geweih und ein Fell in den Büschen. Die Kinder sollen den Wald erkunden und so die heimische Fauna kennenlernen. „Die Kinder lernen viel intensiver, wenn sie etwas anfassen können“, erklärt von Löbbecke-Lauenroth das Konzept. Ulrike Sülflow, Leiterin der Einrichtung ergänzt: „Die Kinder werden so schon vor der Schule spielend schlau.“




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