weather-image
15°
×

Gespräch mit Wischnat-Nachfolger Bernd Schönemann / Regelmäßiger Austausch mit den Bürgermeistern

"Meine Messlatte: Die Zufriedenheit der Bürger"

Eilsen. Die Wahl hat's am 10. September gezeigt: Die Masse der Bürger will Bernd Schönemann als Chef im Eilser Rathaus. Am 1. November wird der Amtsrat dort die Geschäfte von Vorgänger Heinz Wischnat übernehmen. LZ-Redakteur Dr. Thomas Wünsche sprach mit Bernd Schönemann über seine künftige Rolle als Samtgemeindebürgermeister.

veröffentlicht am 19.09.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:21 Uhr

Herr Schönemann, am 1. November treten Sie Ihr neues Amt als Samtgemeindebürgermeister an. Wie bereiten Sie sich auf diese Aufgabe vor? Vorrangig geht es bereits jetzt darum, Einblicke in alle (!) die Verwaltung der Samtgemeinde Eilsen betreffenden Fragen respektive Vorgänge zu bekommen. Dies wird dadurch sichergestellt, dass mir seit meiner Wahl alle Posteingänge der Samtgemeinde vor Verteilung vorgelegt werden. Ebenso wird mir so das Einarbeiten in Sachgebiete ermöglicht, die bisher nicht in meiner Zuständigkeit lagen. Natürlich hat es auch schon Gesprächemit der bisherigen und zukünftigen allgemeinen Vertreterin, Svenja Edler, über die Zeit nach dem 1. November gegeben, um so ein möglichst reibungsloses Fortführen der Leitung der Verwaltung und damit auch der erfolgreichen Arbeit aller Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sicher zu stellen. Im Rathaus werden Sie von Ihrem Zimmer in das Büro Ihres Vorgängers Heinz Wischnat wechseln. Wie werden Sie Ihren Arbeitsplatz gestalten? Über diese Arbeitsplatzgestaltung habe ich mir bisher wenig Gedanken machen können, da andere Fragen im Vordergrund stehen. Ich denke, bis auf einen neuen Anstrich, einen neuen "Chefsessel" und sicherlich meinem Stil entsprechende Bilder und Pflanzen wird es hier nur wenig Änderungen geben. Wenn Sie ab 1. November das Sagen haben: Was wird sich unter Ihrer Regie im Rathausändern? Auf jeden Fall wird es in Zukunftöfter und regelmäßig Treffen respektive Gespräche mit den Bürgermeistern der einzelnen Mitgliedsgemeinden geben. Das gleiche gilt für die Leitung der Samtgemeinde-Verwaltung, also für Svenja Edler sowie meinen Nachfolger/in als Leiter der Ordnungs- und Bauabteilung und meine Person. Sicherlich wird es auch zu einigen personellen Veränderungen in anderen Bereichen der Verwaltung kommen, bedingt etwa durch eine effektivere Arbeitsaufteilung aber auch durch die Tatsache, dass Mitarbeiter beziehungsweise Mitarbeiterinnen in absehbarer Zeit in den Ruhestand gehen. Nicht zuletzt wird sich auch die Internet-Präsentation der Samtgemeinde ändern. Doch der neue Samtgemeindebürgermeister wird den Bürgern in Eilsen auch zukünftig als Standesbeamter zur Verfügung stehen. Wir werden nach denüblichen 100 Tagen eine erste Zwischenbilanz Ihrer Arbeit ziehen: Was wollen Sie bereits dann erreicht haben? Grundsätzlich sollte man mit Aussagen, was man in 100 Tagen erreicht haben will, sehr vorsichtig sein. Sofern das zu den Fragen 1.) und 3.) Gesagte gelingt, ist schon viel erreicht. Schließlich darf man nicht vergessen, dass der 1. November schon deshalb eine erhebliche Veränderung für die Verwaltungmit sich bringt, weil der bisherige Amtsinhaber, Heinz Wischnat, diese Verwaltung seit ihrem Entstehen 1974 geführt und damit auch geprägt hat. Die Frage der fehlenden Kindergartenplätze inclusive Krippe und Hort ist sicherlich das wichtigste Problem, welches zeitnah zu lösen ist. Hinsichtlich der bisherigen guten Zusammenarbeit der Verwaltung mit der Ev. Kirchengemeinde Bad Eilsen und der Landeskirche sehe ich hier keine Schwierigkeiten, was das Einrichten eines Kindergartens im Gemeindehaus in Bad Eilsen zum 1. Januar 2007 angeht. Auch das Schaffen von Plätzen hinter dem Jugendzentrum in Heeßen ist weiter zu planen - in einer realistischen Größenordnung, was die zukünftig zu erwartende Entwicklung der Kinderzahlen allgemein und in Eilsen sowie die finanziellen Möglichkeiten der Samtgemeinde und damit insbesondere ihrer Mitgliedsgemeinden betrifft! Die Stimme des Samtgemeindebürgermeisters könnte angesichts des Patts der beiden großen Parteien im Eilser Rat entscheidend sein. Wie werden Sie sich in dieser Situation künftig verhalten? Dieser Meinung bin ich nicht, da ich davon ausgehe, dass gerade die großen Parteien auch zukünftig einvernehmliche Entscheidungen treffen werden. Sollte diese Situation dennoch eintreten, werde ich sachdienlich entscheiden. Welches der Ziele, die Sie sich gesetzt haben, werden Sie als erstes in Angriff nehmen? Vordringlichstes Ziel wird sein, so schnell wie möglich dem "Nachwuchs" in Eilsen ausreichend Plätze im Kindertagesstättenbereich anbieten zu können. Woran wollen Sie sich als Samtgemeindebürgermeister messen lassen? An dem Realisieren meiner Ziele in meinem Wahlprogramm, welches ich in den sechs Wochen vor der Wahl an alle Bürgerinnen und Bürger in Eilsen verteilt habe. Ich bin der festenÜberzeugung, dass dieses bei einer guten Zusammenarbeit zwischen Rat und Verwaltung zumindest zu einem großen Teil gelingen kann. Die "Messlatte" meines Erfolges wird letztlich aber der Grad der Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Bürgermeister sein, wobei mir klar ist, dass ich es natürlich nicht allen recht machen kann und manche Entscheidungen sicherlich nicht von jedem nachvollziehbar sein werden.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige