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Das Vermögen soll wachsen: Stiftung der Kirchengemeinde Beckedorf wird fünf Jahre alt / 230 000 Euro in der Kasse

Menschliches T: Fototermin für einen guten Zweck

Beckedorf (gus). Die Stiftung der Godehardi-Kirchengemeinde Beckedorf feiert am Sonntag, 10. Januar, ab 10 Uhr ihr fünfjähriges Bestehen. Im Vorfeld haben sich die Kuratoriums-Mitglieder zwei Aktionen einfallen lassen, um das Stiftungsvermögen zu vergrößern.

veröffentlicht am 23.12.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 11:42 Uhr

In einem Punkt sind sich alle Beteiligten einig: Um langfristig den Fortbestand des funktionierenden Gemeindelebens garantieren zu können, ist eine beträchtliche finanzielle Grundlage nötig. Mit den Zinsen des Stiftungs-Vermögens soll die Einrichtung auf lange Sicht die Kirchengemeinde erhalten – das war das Ziel bei der Gründung vor fünf Jahren, als eine Schenkung von 100 000 Euro die Grundlage für die Stiftung bildete. Inzwischen ist das Guthaben auf 230 000 Euro angewachsen.

Eine stolze Summe, finden Pastor Falk Nisch und der Vorsitzende des Kuratoriums, Gunther Rust. Doch beide sind sich im Klaren darüber, dass weit mehr Geld nötig ist, um auch in 50 Jahren oder später eine ausreichend ausgestattete Kirchengemeinde in Beckedorf zu finanzieren. Aus dem Kirchensteueraufkommen kann die Pfarrstelle der Godehardi-Gemeinde bereits jetzt nicht bezahlt werden. Nur eine halbe Stelle weist die Landeskirche Hannover zu. Die zweite Hälfte wird vom Förderkreis der Kirchengemeinde finanziert.

Anders als der Förderkreis, der eine bestimmte Summe pro Jahr zu sammeln und auszugeben hat, ist die Stiftung eine Einrichtung, die unabhängig von der Zeit besteht. Theoretisch existiert sie solange wie die Kirchengemeinde. Sollte sich der Förderkreis also einmal auflösen, wäre die Stiftung sozusagen als „sichere Bank“ noch immer da. Diese spart ein Vermögen an, die Zinsen kommen der Godehardi-Gemeinde zugute.

Als Sinn und Zweck der Stiftung sind die Unterstützung der Gemeindearbeit, die Sicherung der örtlichen Pfarrstelle und diakonische Arbeit – beispielsweise zahlt die Stiftung einer elternlosen, unterhaltsbedürftigen Auszubildenden in Beckedorf monatlich 200 Euro – formuliert worden.

Um Sicherheit zu haben, muss weiteres Geld her. Dazu werden Spardosen in Schweinchen-Form verteilt. Diese sind eine Spende der Volksbank in Schaumburg und der Sparkasse Schaumburg. 200 kleine Keramik-Behälter und ein großes „Schwein“ wurden angeschafft. Diese sollen im Laufe des kommenden Jahres stetig an Gewicht zunehmen und beim Erntedankfest geöffnet werden.

Die zweite Aktion in puncto Vermögensanhäufung bestand aus einem Fototermin. Die Buchstaben S, T, I, F, E und N beinahe in Mannsgröße haben Kuratoriumsmitglieder von der Landeskirche Hannover ausgeliehen. Da ein T fehlte, mussten Nisch und Rust einspringen, um den Buchstaben sozusagen persönlich einzufügen. Ein Fotograf hielt den Moment fest – mit dem Foto wird künftig für die Stiftung geworben.

So nimmt die Godehardi-Gemeinde an einer Initiative von Landeskirche und Diakonischem Werk teil, die speziell auf die Unterstützung von Stiftungen ausgerichtet ist. Mehr dazu können Sie im Internet auf www.stiften-typisch-evangelisch.de lesen.

Thomas Schlichting, Pastor Falk Nisch, die Kuratoriums-Mitglieder Margarete Laeseke, Gunther Rust, Dagmar Blume sowie die Spender Matthias Peterson (Volksbank) und Gerd Krome (Sparkasse) zeigen die Spardosen für die Kirchengemeinde.




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