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S-Club der Sparkasse zurück von Segeltörn / Abenteuer auf See

Meuterei auf dem Ijsselmeer

Landkreis (rd). Gerade zurück ist der S-Club der Sparkasse Schaumburg vom Segeltörn auf dem holländischen Ijsselmeer. Insgesamt 30 Jugendliche in zwei Gruppen hatten viel Spaß und Abwechslung an Bord der "Verwondering", einem traditionellen Plattbodenschiff.

veröffentlicht am 24.07.2008 um 00:00 Uhr

Die erste Gruppe startete in Muiden, einem kleinen Vorort von Amsterdam. Strahlender Sonnenschein und dazu Windstärke 5 aus Südwest machten das fast Unmögliche möglich. Innerhalb von nur sieben Stunden wurde das gesamte Ijsselmeer durchquert - immerhin 43 Seemeilen, das sind 77,5 Kilometer. Eine perfekte Ausgangslage, um am nächsten Tag auf eine der westfriesischen Inseln im Wattenmeer zu segeln. Am frühen Nachmittag machte die Verwondering im Hafen von Vlieland fest. Die Fahrt dorthin wurde jedoch zum Abenteuer. Mittlerweile herrschte Windstärke 6 und vor den Inseln standen die Wellen knapp einen Meter hoch. So wurden alle durch die aufspritzende Gischt ordentlich nass. Am Nachmittag wurde trotzkühler Temperaturen ein Bad in der Nordsee genommen. Waren in der ersten Gruppeüberwiegend Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren, kamen mit der zweiten Gruppe die etwas Älteren an Bord. Von Harlingen ging es wieder in Richtung der Inseln. Diesmal wurde der Hafen von Tershelling angelaufen. Auch hier spielte das Wetter mit. Sonne und Wolken im Wechsel mit einer ordentlichen Brise aus Südwest, aber mals Gelegenheit für ein Bad in der See. Im Wattenmeer ließ der Skipper tags darauf die Verwondering trocken fallen. Das heißt, dass Schiff wurde bei ablaufendem Wasser auf eine Sandbank gesetzt. Bei Ebbe war es dann möglich, zu Fuß durchs Watt zu spazieren - mitten auf dem Meer. Die Nacht wurde vor Anker verbracht. Ein aufziehendes Sturmtief machte auch das für die jungen Leute zum Erlebnis. Das Schiff schwankte ordentlich hin und her, seekrank wurde aber niemand. Der dritte Tag begann dann mit viel Wind und Sturm. Da hieß es: Schwimmwesten anlegen. In rasanter Fahrt mit extremer Schräglage ging es zurück aufs Ijsselmeer, mit Kurs auf Enkhuizen, dem letzten Übernachtungs-Hafen der Tour. Einsetzender Starkregen und Windstärken bis 7 ließen die jungen Seefahrer aus dem Schaumburger Land hart an Bord arbeiten. Die Rückfahrt nach Muiden verlief wie am Vortag mit viel Wind und Regen. Einmal nass, kam es noch zu einer Wasserschlacht an Bord. Betreuer, Skipper und Matrose mussten viel Wasser schlucken und konnten sich gegen die meuternde Crew nur schwer behaupten.




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