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Mit 7,4 Quadratkilometern der größte Stadtteil der Rattenfängerstadt

Eingegrenzt von den Stadtteilen Süd, Mitte, Nord, Rohrsen, Groß Hilligsfeld und Holtensen hat der Hamelner Stadtteil Ost statistisch die größte Fläche innerhalb der Rattenfängerstadt zu bieten. 7,4 Quadratmeter misst das Gebiet, dessen Grenzen zu Nord, Mitte und Süd zumindest fließend sind. 7753 Menschen leben auf dieser Fläche in insgesamt 4136 Haushalten, was einer durchschnittlichen Belegung von 1,9 Personen entspricht. Damit ist dieser Stadtteil statistisch recht dicht besiedelt, denn nur in Hameln Mitte und Wangelist/Klütsüdhang leben mit 2,0 Personen mehr in einem Haushalt. Der Ausländeranteil im Hamelner Osten beträgt 10,4 Prozent. Höher ist diese Quote nur in der Altstadt (18,8 Prozent), in Hameln Süd (15,3) und Mitte (13,3).

veröffentlicht am 20.07.2010 um 17:38 Uhr
aktualisiert am 22.09.2011 um 11:32 Uhr

1514 Gebäude zählt der Stadtteil – nur am Wehl sind es mit 2021 mehr. 25 Prozent davon sind Ein- bis Zweifamilienhäuser, 56 Prozent Reihenhäuser und fünf Prozent der im Osten stehenden Hochbauten sind Mehrfamilienhäuser oder Wohnblocks.17 Prozent der Immobilien sind vor 1945 errichtet worden, das Gros mit 47 Prozent dann nach dem Krieg in den Jahren von 1946 bis 1960. Heute rollen nur noch höchst selten die Bagger an, um ein Grundstück für einen Neubau auszuschachten.

Der Osten Hamelns gilt als Hochburg der Sozialdemokraten. Bei der Bundestagswahl 2002 verzeichnete die SPD 54,8 Prozent der Stimmen; die CDU brachte es auf 30,3 Prozent. Für die Grünen stimmten 6,7 Prozent, für die FDP 4,7 Prozent.

Das Heidelberger Milieu- und Trendforschungsinstitut SINUS Sociovision hat 2009 im Hinblick auf die soziale Orientierung für den Hamelner Osten ein gemischtes Milieu festgestellt. Und dennoch: Die größten Anteile nach SINUS-Kriterien haben die sogenannten „Traditionsverwurzelten“, die sich in der Arbeiterkultur wohlfühlen sowie Sicherheit und Ordnung lieben. Aber auch die „Bürgerliche Mitte“, also Menschen, die nach beruflicher und sozialer Etablierung und somit nach gesicherten und harmonischen Verhältnissen streben, sind im Hamelner Osten stark vertreten. Die dritte starke Gruppe sind laut Statistik Bewohner der „Postmateriellen“. Darunter wird die Nach-68er-Generation verstanden, die sich durch eine liberale Grundhaltung mit intellektuellem Interesse auszeichnet. Sie alle leben ein friedliches Miteinander in diesem Stadtteil. HW

der Hamelner Osten in Zahlen




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