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Bürger beschweren sich über zu üppig sprießende Büsche und Bäume

Mit dem Wildwuchs soll Schluss sein

Lauenau (gus). Das hat sich wohl so mancher Anlieger der Straßen Im Grund und Lammerkamp anders vorgestellt: Als sie ihre Häuser vor einigen Jahren bezogen, war die Umgebung formidabel. Doch mittlerweile wächst die Pflanzenwelt im Übermaß. Die Verwaltung hat Abhilfe versprochen.

veröffentlicht am 18.08.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 01:22 Uhr

Birgit Flebbe, Anwohnerin der Straße Im Grund im Nordwesten des Fleckens, hat die Nase voll von bis zu neun Meter hohen Bäumen, die ihr Grundstück säumen und deren Äste obendrein über die Grenze ragen. Mehrmals sei der grüne Wuchs bereits auf private Initiative gestutzt und abtransportiert worden. Damit soll nun Schluss sein, findet Flebbe.

Auch an anderen Stellen stört sie so manche ausufernde Botanik. Da wäre ein Pflanzbeet an der Ecke Lammerkamp/Im Grund, dessen Buschwerk eine Verkehrstafel in Gänze verdeckt. Weitere Beete auf öffentlichem Grund würden nur allzu selten gestutzt, und zwar erst dann, wenn die Anlieger ein Einsehen haben. Die Apfelbäume auf der Streuobstwiese oberhalb der Siedlung lassen die Äste bereits zu Boden hängen – ein Indiz dafür, dass sie bald eingehen, erklärt die Landschaftsgärtnerin.

Flebbe sieht die Gemeinde in der Pflicht, weil sich die Bäume an ihrer Grundstücksgrenze ebenso auf öffentlichem Grund befinden wie die Pflanzbeete und die Obstbäume. Zwar seien Privatleute Patenschaften zur Pflege der Bäume eingegangen, dass das System jedoch nicht funktioniert, sei indes offensichtlich. Dass auch in einigen Bereich am Straßenpflaster Unkraut empor sprieße, ärgert Flebbe überdies. Nehme die Straße Schaden, könnte die Reparatur die Anlieger aufgrund der Beitragssatzung teuer zu stehen kommen, befürchtet sie.

Flebbe verlangt nicht viel – ein Pflegegang pro Jahr, hinsichtlich der Bäume an ihrem Grundstück sogar nur alle zwei Jahre, würde genügen. Und darauf erhebe sie Anspruch, weil sie schließlich brav ihre Grundsteuer entrichte. Und weil darüber hinaus für die blitzblanke Plaza eigens eine Kraft zwecks steter Säuberung eingestellt worden sei. Doch mehrere Anrufe im Rathaus in Rodenberg hätten nicht zum Erfolg geführt.

Der für die Bauverwaltung zuständige Mitarbeiter des Rathauses, Jörg Döpke, hat auf Anfrage dieser Zeitung erklärt, der Bauhof werde sich umgehend um das Ärgernis kümmern. Allerdings sei ihm die Sache nun zum ersten Mal vorgetragen worden. Das Thema Grünpflege beschäftige die Verwaltung allerdings schon. Es sei schwierig, es jedem Einwohner recht zu machen. Es komme auch vor, dass sich Bürger darüber beschweren, dass Büsche und Bäume zu kurz geschnitten werden.




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