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Herbstjagd geht über 30 Sprunghindernisse und sieben Gräben

Mit der Harrier-Meute über Stock und Stein

Bückeburg. Als gesellschaftliches wie reitsportliches Ereignis ersten Ranges haben die Bückeburger Schleppjagd- und Fahrsportfreunde ihre Herbstjagd zelebriert. Rund 50 Reiter konnten Jagdherr Heinrich Werkmeister aus Kleinenbremen und Thorsten Mönchmeyer, Master der Böhmer Harrier- Meute, bei der traditionellen Begrüßung im Bückeburger Schlosshof um sich versammeln. Besonders gern gesehener Gast war einmal mehr der Wettergott, der – offensichtlich mit einem großen Faible für Reiter wie Hunde ausgestattet – wie schon in den Vorjahren der Bückeburger Herbstjagd Sonne, azurblauen Himmel und damit allerbestes Jagdwetter bescherte. Ausdrücklich bedankte sich Heinrich Werkmeister während der Begrüßung beim Fürstenhaus und der Standortverwaltung für die Erlaubnis zur Geländebenutzung und die langjährige Unterstützung.

veröffentlicht am 30.09.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 11:21 Uhr

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Der Jagdritt erstreckte sich über einen Parcours von rund zwölf Kilometern über den Truppenübungsplatz Röcke, wo vor der malerischen Kulisse des Wesergebirges geritten wurde und als besondere Herausforderung an die Reiter rund 30 Sprunghindernisse sowie sieben Gräben warteten. Geritten wurde wie in jedem Jahr in drei Gruppen: einem springenden Feld für besonders versierte und erfahrene Reiter, ein bedingt springendes Feld sowie ein Feld mit Erfahrung sammelnden Pferden und Reitern. Es folgten als viertes Feld Kutschengespanne und als fünftes Zuschauer auf Treckeranhängern. Einen Zwischenstopp legten die Jagdreiter dabei am sogenannten Panzerschuppen auf dem Truppenübungsplatz ein.

Geritten wurde dabei wie schon in den letzten zwei Jahren hinter den Hunden der Böhmer Harrier-Meute. Diese älteste britische Hunderasse entstand vor rund 800 bis 900 Jahren in Großbritannien und gilt als Vorläufer des modernen Beagles. Ihr Name leitet sich vom englischen Wort „hare“ für Hase ab, da sie schon immer für die Hasenjagd eingesetzt wurden. Für die Bückeburger Herbstjagd wurde auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes eine sogenannte Schleppe, eine Duftspur, ausgelegt, von ihr leitet sich der Begriff Schleppjagd ab.

Nachdem die Reiter ebenso wie ihre Pferde und Hunde wohlbehalten von der Jagdstrecke zurückgekehrt waren, wartete auf die Harrier als wohlverdiente Belohnung auf der Mausoleumswiese das Curée, der traditionelle Rinderpansen, auf den sich die quirligen Vierbeiner lautstark stürzten.

Zu ihren Füßen die Böhmer Harrier Meute, verlassen die Reiter den Schlosshof. jp (2)

Die Jagdreiter bekamen als Erinnerung den traditionellen Eichenbruch überreicht. Zum abschließenden Jagdessen trafen sich die Reiter im Bückeburger Tennisheim – und ließen einen großartigen Tag Revue passieren.




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