weather-image
21°
×

Stadtkirchengemeinde veranstaltet Weihnachts-Oratorium zum dritten Mal / Viel Applaus für Musiker

Mit Glanz und Finesse in den höchsten Tonlagen

Bückeburg. „So recht, ihr Engel, jauchzt und singet, dass es uns heut so schön gelinget!“: Eine glänzende Aufführung der Kantate II des Weihnachts-Oratoriums von Johann Sebastian Bach hat im Mittelpunkt des Festgottesdienstes zum 2. Weihnachtstag der Stadtkirchengemeinde gestanden. Unter der Leitung von Kantor Siebelt Meier brillierten die vier Gesangssolisten Sarah Davidovic (Sopran), Stefanie Rüther (Alt), Florian Lohmann (Tenor) und Daniel Eggert (Bass), sowie die das Barockorchester L’Arco und der gemeinsame Chor der Kantorei der Stadtkirche Bückeburg und der Schaumburger Märchensänger.

veröffentlicht am 28.12.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 10:21 Uhr

Autor:

Es ist schon beachtlich, was die Stadtkirchengemeinde da zum inzwischen dritten Mal im Rahmen eines Festgottesdienstes auf die Beine gestellt hat. Denn klar ist ja, dass Aufführungen wie diese einer Menge an Energie und Einsatz bedürfen. Von den nötigen Sängern und Musikern ganz zu schweigen. Dass es den Verantwortlichen in diesem Jahr trotzdem gelungen ist, den 2. Teil des Weihnachts-Oratoriums auf die Bühne zu bringen, zeugt von einem reichen kirchenmusikalischen Leben und von Förderern, die das ganze Unternehmen im Hintergrund unterstützen (in diesem Jahr: die Schaumburger Landschaft, die Sparkasse Schaumburg, die Volksbank in Schaumburg, die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schaumburg-Lippe und der Förderverein für Kirchenmusik). „Diese Aufführung ist schon eine Tradition geworden“, formulierte Landesbischof Karl-Hinrich Manzke zu Beginn des Kantaten-Gottesdienstes. „Lassen wir die Klänge der Weihnachtsbotschaft auf uns wirken.“

Die Aufführung selbst begann dann mit dem feierlichen Eingangschor aus der 1. Kantate des Weihnachts-Oratoriums, „Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage“, der von den Mitgliedern der Kantorei, der Schaumburger Märchensänger und des Barockorchesters glänzend in Szene gesetzt wurde. Unter der Leitung von Kantor Siebelt Meier brauste ein Jubel-Sturm durch die Stadtkirche und verlieh der Freude über die Geburt Christi den entsprechenden Ausdruck. Oder anders ausgedrückt: „Dienet dem Höchsten mit herrlichen Chören. Lasst uns den Namen des Herrschers verehren“. Mit einer reinen Instrumentalmusik nahm dann die Kantate II („Und es warem Hirten in der Gegend“) seinen Anfang. Die vom Barockorchester L’Arco kongenial vertonte „Sinfonia“ „erzählt“ von der nächtlichen Szene, in der die Nachricht von der Geburt Jesu verkündet wird. Dabei werden himmlische Engelmusik und volkstümliche Hirtenmusik gegenübergestellt.

Im Anschluss folgte das Rezitativ des Evangelisten, der aus der Weihnachtsgeschichte erzählt. Dass Tenor Florian Lohmann hier die richtige Besetzung war, zeigte sich spätestens bei der Tenor-Arie Nr. 15, deren laufende Sechzehntelfiguren und Zweiunddreißigstel-Läufe wirklich schwer zu singen sind. Hier, wie auch an anderer Stelle konnte der Tenor mit einer besonderen Geschmeidigkeit auch in den höchsten Lagen glänzen. Gleiches galt an diesem Abend aber auch für die anderen Sänger, die sich durch eine präzise Textbehandlung, ein besonderes Verständnis für das Werk und die nötige Finesse auch in den Schattierungen auszeichneten. Den Abschluss machte dann wieder der Chor, der mit dem schlichten Choral „Wir singen dir in deinem Heer“ und „Dona nobis pacem“ aus der Messe in h-Moll von Johann Sebastian Bach noch einmal einen starken Eindruck hinterließ. Nach einem gemeinsamen Lied („O du fröhliche“) endete der großartige Kantaten-Gottesdienst.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige