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Dominik Schollmeyer hat’s geschafft: Staatsbad bejubelt Weltrekord im Radio-Dauer-Moderieren / Beistand von Ärztin Dagmar Lehmann

Mit Massagen plaudert sich „Antenne“-Moderator ins Guinness-Buch

Bad Nenndorf/Hannover (rwe). Niedersachsen ist um einen Weltrekord reicher. „Antenne“-Moderator Dominik Schollmeyer hat die längste Radioshow aller Zeiten hinter sich. 169 Stunden am Stück war er auf Sendung – und ließ sich dabei nicht vom Schlaf übermannen. Nicht ganz unbeteiligt am Gelingen dieses Plaudermarathons war das Staatsbad Nenndorf, dessen Mitarbeiter den Kandidaten medizinisch betreuten und mit Moorpackungen, Kosmetik und Massagen auf dem Damm hielten.

veröffentlicht am 07.04.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 08:41 Uhr

Um 7.01 Uhr war es geschafft. Dominik Schollmeyer drückte aufs Knöpfchen. Der Weltrekordler gab ein paar Interviews, ließ sich eine letzte Massage geben und ging dann nach Hause und ab ins Bett. Sein einziger Gedanke: Ich will schlafen. 169 Stunden am Stück hatte er unter notarieller Aufsicht moderiert, eine Stunde länger als der Inder Sofiene Halfoui. Der Jubel war groß im Studio. Unter den Gratulanten war auch eine Delegation aus Bad Nenndorf, die sich früh am Morgen ins Studio begeben hatte. „Das Staatsbad hat großen Anteil an dem Rekord“, sagt „Antenne“-Presse-Chefin Ina Engelleitner, die aus ihrem Urlaub in der Türkei via Internet-Livestream die Feier verfolgte. Nicht dabei sein zu können, „hat mir fast das Herz gebrochen“.

Sie selber hatte anfangs kaum daran geglaubt, das Schollmeyer die sieben durchwachten Tage übersteht. Vor allem in der Nacht zum Sonntag war er nah an der Aufgabe, quälte sich mit Fußbädern, Nackenmassagen, Pausen an der frischen Luft und Hörertelefonaten über die Zeit. Die Resonanz sei überwältigend, freut sich Engelleitner über Päckchen, Briefe und mehr als 10 000 E-Mails, die ihren Kollegen zum Weitermachen motivierten. Auch für den Sender entpuppte sich der Marathon als gelungenes Experiment, hatte er doch mit der Dauermoderation sämtliche Regeln des Formatradios gebrochen.

Für Engelleitner half vor allem der Beistand der Staatsbad-Ärztin Dagmar Lehmann, die am Ende nicht nur die tägliche Visite übernahm, sondern am Wochenende beide Tage über im Funkhaus weilte. „Unsere Mitarbeiter haben zum großen Teil dafür ihre Freizeit investiert“, lobt Staatsbad-Chef Peer Kraatz die Einsatzfreude des Teams. Allen sei es sehr ernst mit dem Rekordversuch gewesen. Der Aufwand habe sich für das Unternehmen in Grenzen gehalten, dafür durfte sich Bad Nenndorf über einen hohen Werbewert freuen. Die dreimal täglichen Behandlungen gingen live über den Sender, den durchschnittlich 400 000 Niedersachsen einschalten. Regionale TV-Teams von SAT 1 und RTL interviewten Ärztin Lehmann und Masseur Costa Pantasidis.

Diese große Reklame habe er nicht unbedingt eingeplant, sagt Kraatz. Er hofft aber, dass etwas von dem Glanz des Rekordes auch auf die Kurstadt fällt, auch wenn sie im Guinness-Buch nicht erwähnt wird.

Der Radiosender hat die Unterlagen mittlerweile an den Verlag nach London geschickt und rechnet mit einer Antwort und der Urkunde in den nächsten acht Wochen. So lange darf sich Schollmeyer aber nicht ausruhen. Fünf freie Tage hat er nun, außerdem spendiert ihm der Sender einen Wellnessaufenthalt, um sich von den Strapazen zu erholen. Spätestens dann gibt es ein Wiedersehen mit den Rekordassistenten aus Bad Nenndorf.




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