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„Mit Nadel und Faden …!“

MINDEN. Am Donnerstag, 5. Juli, findet um 17 Uhr die erste öffentliche Führung durch die neue Kabinett-Ausstellung „Mit Nadel und Faden …! Handgefertigte Nadelarbeiten aus der Sammlung des Mindener Museums“ statt.

veröffentlicht am 03.07.2018 um 13:06 Uhr
aktualisiert am 03.07.2018 um 15:50 Uhr

Küchenhandtuch: Besticktes Küchenhandtuch aus der Sammlung des Mindener Museums. Foto: Mindener Museum
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Die Führung führt die Besucher vorbei an zahlreichen kunstvoll verzierten Textilien aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Ein Großteil der Arbeiten wurde von Mädchen und jungen Frauen aus bürgerlichen Familien angefertigt, die aufgrund ihrer sozialen Stellung über Zeit und Mittel verfügten, sich mit Hand und Nadelarbeiten zu beschäftigen. In diesem Kontext entstanden sogenannte „Luxusarbeiten“, die als repräsentative Dekorationsobjekte die bürgerlichen Wohnräume verschönerten. Auf die Besucher warten bestickte Lichtschirme, Kissen und Wandtücher, die mit ihren Sinnsprüchen über moralische Vorstellungen des 19. Jahrhunderts Auskunft geben.

Die Ausstellung nimmt jedoch auch die Handarbeiten aus weniger privilegierten Gesellschaftsschichten in den Fokus und zeigt mit dem Beispiel des Mindener Stickereifachgeschäftes „Maaß“, dass Handarbeiten nicht nur Freizeitbeschäftigung, sondern auch Broterwerb waren. Ein weiteres Mindener Beispiel aus dem Kriegsgefangenenlager Minderheide zur Zeit des Ersten Weltkrieges zeigt, dass auch Männer st(r)icken konnten. Pro Person kostet die Führung 5 Euro inklusive Führungsgebühr.

Mindener Museum, geöffnet Dienstag -Sonntag 12-18 Uhr; Sonderöffnungszeiten für Gruppen.

Reisehandtasche: Mit Perlen bestickte Reisehandtasche aus der Sammlung des Mindener Museums. Foto: Mindener Museum
  • Reisehandtasche: Mit Perlen bestickte Reisehandtasche aus der Sammlung des Mindener Museums. Foto: Mindener Museum

Weitere Infos unter www.mindenermuseum.de oder (0571) 9 72 40 20 oder museum@minden.de




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