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Politiker der neuen Rodenberger Ratsgruppe schränken Teilnahme an ihren sogenannten „öffentlichen Treffen“ ein

„Mitmachdemokratie“: Nicht jeder darf mitmachen

Rodenberg (bab). Die Initiatoren der Treffen unter dem Motto „Mitmachdemokratie“, schränken die Teilnahme an ihren sogenannten öffentlichen Treffen bereits ein. Aufgrund der Äußerungen des SPD-Vorsitzenden Hans-Dieter Brand werden Mitglieder anderer politischer Vereinigungen ausgeschlossen.

veröffentlicht am 23.02.2009 um 14:50 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 10:41 Uhr

„Mitglieder anderer politischer Vereinigungen können ab sofort an den Veranstaltungen nicht mehr teilnehmen“, haben die parteilosen Politiker Volker Dahle, Sebastian Klein und Matthias Schellhaus beschlossen. Die drei Rodenberger, die aus der CDU und deren Fraktionen ausgetreten waren, hatten ein Treffen zur „Mitmachdemokratie“ initiiert (wir berichteten). Dies sollte den Auftakt zu regelmäßigen, öffentlichen Treffen bilden, bei denen alle interessierten Bürger über politische Prozesse informiert werden und mitbestimmen können. Die „Mitmachdemokratie“ sei künftig nur noch „halböffentlich“, heißt es aber jetzt in einer Pressemitteilung.

Auslöser seien die Kommentare des örtlichen SPD-Vorsitzenden zum ersten Treffen der Gruppe gewesen. „Wir haben kein Interesse daran, dass Herr Brand oder andere Politiker zukünftig jede unserer Diskussionen öffentlich kommentieren“, erklären sie. Als Grund für diese Entscheidung geben die drei Rodenberger die mangelnde Erfahrung von politischen Einsteigern an.

„Die gewählten Ratsherren sind den politischen Schlagabtausch in der Öffentlichkeit gewohnt, denn es gehört zu ihrem Geschäft. Auf Jugendliche, junge Erwachsene und viele Bürgerinnen und Bürger trifft dies nicht zu, deshalb gilt es, hierauf besonders Rücksicht zu nehmen“, begründet das Trio.

„Wenn die Ratsherren anderer Parteien in Zukunft näher informiert werden möchten, können sie sich gern persönlich an eines unserer Mitglieder oder direkt an einen unserer Mandatsträger wenden“, schlagen Dahle, Klein und Schellhaus vor. Alle anderen Bürger laden die drei Politiker zum nächsten Treffen am morgigen Dienstag, 24. Februar, ins „Hotel Stockholm“ ein. Dort soll über die nächste Ratssitzung gesprochen werden. Außerdem will die Gruppe einen Namen für die Organisation festlegen. Beginn ist um 19 Uhr.




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