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An einem Wochenende mehr als 1000 Besucher: Antik-Markt in der Remise des Schlosses „brummt“

„Mittlerweile sind wir wie eine große Familie“

Bückeburg (möh). Herbert Grimm ärgert sich maßlos über sich selbst. Der Grund: Vor über zehn Jahren begann er mit seinem Antik-Markt in der Remise des Schlosses. Die Hofkammer bot ihm damals an, die Remise langfristig zu mieten. Damals wollte Grimm nicht, jetzt will er, aber die Hofkammer will nicht mehr. Grimm: „Was hätte ich nicht noch alles in diesem Gebäude veranstalten können.“ Der Antik-Markt ist mittlerweile im Bückeburger Geschäftsleben eine feste Größe geworden. An den Markt-Wochenenden besuchen im Schnitt mehr als 1000 Interessenten die Remise. Und es lohnt sich auch: Das Angebot reicht querbeet von altem Nippes bis hin zu wirklichen Antiquitäten.

veröffentlicht am 17.02.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 09:21 Uhr

Wenn der Termin eines neuen Antik-Marktes in Bückeburg wieder vor der Tür steht, klingelt bei Herbert Grimm pausenlos das Telefon. Händler und Hobby-Antikmarktanbieter lassen sich wieder eine Stellfläche in der Remise reservieren. Der Einzugsbereich des Antik-Marktes reicht von Hannover bis Minden und Bad Oeynhausen, von Paderborn und Umgebung bis Hameln. Und in der Regel sind es immer die selben Interessenten, die in Bückeburg ihre antiken Sachen anbieten wollen. Herbert Grimm: „Mittlerweile sind wir hier wie eine große Familie.“

Grimm zeigt sich aber auch mit der Besucherzahl an den Wochenenden zufrieden. Dennoch blickt er neidisch in die Vergangenheit. Er erinnert sich, dass vor Jahren schon einmal das Fernsehen über seinen Antik-Markt in der Bückeburger Remise berichtet habe. In der Folge habe er damals 3000 Besucher an nur einem Wochenende begrüßen dürfen.

Viele der Hobbyanbieter des Marktes kommen schon mit ihren antiken Sachen seit Jahren in die Remise. Einer, der von Anfang an immer mit von der Partie war, ist Manfred Homeyer aus Barsinghausen. Er verkauft „aus Jux und Tollerei“ Besteck, alte Sonnenbrillen, Kameras, Langlaufski, Nähkästen, Wäsche, Nachthemden aus Omas Zeiten, und uralte Keksdosen. Als der Beamte Homeyer mit 55 Jahren in Pension geschickt wurde, kam die Leidenschaft für sein neues Hobby. Zunächst einmal räumte er zu Hause auf, dann kamen Freunde, Nachbarn und Bekannte, die sich von alten Sachen trennen wollten und ihm die „Verantwortung“ dafür übertrugen. Schnell hatte Manfred Homeyer einen großen Fundus für Antik- und andere Flohmärkte parat. Ihm kommt es nicht auf den Gewinn an, sondern allein die Freude am Antik- oder Flohmarkt zählt.

Auch Herbert Grimm weiß von vielen Hobbyanbietern, die mit ihren „Antiquitäten“ seinen Markt in Bückeburg regelmäßig besuchen. Er, so Grimm, habe in Erfahrung bringen können, dass bei den Meisten nicht das Geschäftliche im Vordergrund stehe. Sie seien einfach froh, am Wochenende eine Aufgabe und einen Grund zu haben, das Wohnzimmer verlassen zu können und Kontakt mit anderen Menschen zu bekommen. Grimm möchte seinen Markt noch um ein Café erweitern. Jedoch hat sich noch kein „Profi“ gemeldet, der diesen Service während der Marktwochenenden anbieten könnte und dürfte.

Wie gesagt, es lohnt sich auch für Gäste, den Antik-Markt in der Remise zu besuchen. Die Angebotsskala reicht von altem Spielzeug über Modeschmuck, Möbel, Puppen, alte Haushaltsgeräte, Leuchter, Vasen verschiedener Größen und Formen, Spiegel, Anrichten, Geschirr, Bilder und Bestecke bis hin zu Stühlen und Tischen.

Apropos Antikmarkt: Weitere Marktwochenenden in diesem Jahr sind der 21. und 22. März, der 18. und 19. April, der 9. und 10. Mai, der 22. und 23. August, der 19. und 20. September, der 17. und 18. Oktober und der 7. und 8. November.




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