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Rodenberger Heimatfreunde starten mit neuem Vorstand und neuen Ideen ins neue Jahr

Modellcharakter: „Schloss ist schon in Arbeit“

Rodenberg (nah). Dem neuen Verein „Museumslandschaft Amt Rodenberg“ ist der Start geglückt. Der Zusammenschluss von Heimatbund, Förderverein Schloss und dem ehemaligen Windmühlenverein beginnt mit einem neuen Vorstand und mit einer Idee: Im Stadtbild verschwundene Gebäude sollen als Modell wieder sichtbar gemacht werden.

veröffentlicht am 21.01.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 16:42 Uhr

Seit dem 30. November 2011 „wird gemeinsam mar-schiert“, erläuterte der bisherige Fördervereinsvorsitzende Bernd Zimmermann die Situation.

Hinter ihm liegen etliche Verfahrensschritte beim Amtsgericht sowie bei der Zusammenführung der getrennten Kassengeschäfte. „Von uns aus ist alles erledigt“, bilanzierte er.

Renate Bredemeier berichtete von 325 Besuchern der Ausgrabungen im vergangenen Jahr: „Wir können froh sein, dass überhaupt noch jemand kommt.“ Bettina Schwarz freute sich unter anderem über die ersten sechs Trauungen im Museum und die vor wenigen Wochen mithilfe der Schaumburger Landschaft erworbene historische Ofenplatte, der zur Einweihung ein fachkundiger Vortrag gewidmet war. Zimmermann lobte die „Bestandssicherung der Windmühle“: Dass der sie umgebende 1,20 Meter hohe Erdwall abgetragen wurde, ließ das Mauerwerk endlich austrocknen.

Bettina Schwarz wurde zur neuen Vorsitzenden gewählt. Zimmermann ist Schatzmeister, Marie-Luise Oltrogge übernimmt das Protokoll. Im Beirat arbeiten Thomas Schwarz (Windmühle), Marlies Berndt-Büschen (Museum), Helmut Stille (Bastei), Henning Dormann (Trachten, Kulturlandschaft), Günther Wehrhahn (Vertreter der Stadtverwaltung), Karl-Heinrich Wulf (Stadtgeschichte) sowie Hans-Heinrich Anke, Bredemeier und Stefan Kohnen mit.

Zwei große Modelle vom alten Rathaus, das einst in Höhe der Sparkasse quer zur Langen Straße stand, sowie das früher nahe der Eisdiele befindliche Oberntor stießen den ganzen Abend auf Neugier. Erst Helmut Stille lüftete das Rätsel um die gemeinsam mit Helmut Weikert realisierten Objekte. Sie entstanden aus wetterfestem Kunststoff, um hoch über dem Gehweg an den früheren Standorten der Gebäude in Kombination mit einer Informationstafel montiert zu werden. „Helmut & Helmut“, wie das kreative Duo inzwischen genannt wird, hatte in der Vergangenheit mit eisernem Tor am Schlossgelände, einer Bühne am Ständehaus und dem Bau von Kanonen viel Gutes geleistet. Es steht noch mehr auf der Agenda der Modellbauer: „Das Schloss ist schon in Arbeit“, verriet Stille und wies zugleich auf ein viertes Objekt für die Echternstraße hin.

Einstimmig beschloss die Versammlung, die Stadt um Zustimmung für die Montage der Modelle zu bitten. Dafür wolle er sich einsetzen, versprach Bürgermeister Ralf Sassmann.

Der neue Verein „Museumslandschaft Amt Rodenberg“ unterstützt das Rodenberger „Bündnis für Demokratie“ („BüRo“). An der Verlegung des ersten „Stolpersteins“ wollen sich die Heimatfreunde mit einem Zuschuss beteiligen, kündigte Schatzmeister Bernd Zim-mermann an. „Wir halten diese Aktion für sehr wichtig“, betonte er. Wie berichtet, soll für den in Militärhaft verstorbenen Rodenberger Paul Jost ein „Stolperstein“ verlegt werden. Auch an die Herausgabe eines Informationsblatts wird gedacht.

Noch fehlt der vorgesehene graue Anstrich: Helmut Stille (2.v.r.) am Rathausmodell mit Marie-Luise Oltrogge (l.), Bernd Zimmermann und Bettina Schwarz.

Foto: nah




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