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Möbel Heinrich darf ausbauen

Waltringhausen (gus). Der Bauausschuss der Stadt Bad Nenndorf hat am Dienstagabend grünes Licht dafür ge-geben, dass das Einrichtungshaus Möbel Heinrich in der Bückethaler Landwehr expandieren kann. Votiert der Rat ebenso, kann das Unternehmen seine Verkaufsfläche von 35 000 auf 45 000 Quadratmeter erweitern.

veröffentlicht am 11.12.2012 um 19:39 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 20:42 Uhr

Die Pläne zu dem Vorhaben lagen bereits in 2011 öffentlich aus, auch die sogenannten Träger öffentlicher Belange wurden um Stellungnahmen gebeten. Der Landkreis tat kund, dass es wünschenswert gewesen wäre, wenn Bad Nenndorf das Vorhaben mit der Stadt Barsinghausen und der Region Hannover abgestimmt hätte. Dies sei bei Einzelhandelsentwicklung so vorgesehen.

Grundsätzlich hat die Kommunalaufsicht gegen die Expansion des Möbelhauses nichts einzuwenden, da die Expansion ausdrücklich das Kernsortiment betreffe. Dieses bestehe aus Möbeln, Matratzen und Zubehör, Teppichen und Bodenbelägen sowie Lampen und Leuchten – dem misst der Landkreis keine Innenstadtrelevanz zu.

Die Stadt Barsinghausen hatte in ihrer Stellungnahme moniert, dass das Sortiment auf der neuen Verkaufsfläche nicht ausreichend definiert ist, daher sei die Planänderung unzulässig. Dem hält die Bad Nenndorfer Verwaltung entgegen, dass es ausschließlich um das Kernsortiment gehen soll. Die Nachbarkommune geht an anderer Stelle davon aus, dass – wie mittlerweile in Möbelhäusern üblich – auch Möbel Heinrich zusätzlich zum Kernsortiment auf etwa 3000 Quadratmetern zentrenrelevante Waren anbietet. Auch dies weist die Stadt Bad Nenndorf zurück.

Dasselbe Spiel wiederholt sich bei weiteren Eingaben aus Barsinghausen beispielsweise zur Leistungsfähigkeit der B 65 und zur Umweltverträglichkeit. Im Ausschuss blieb eine umfangreiche Debatte aus. Volker Busse (SPD) sagte, er freue sich, dass es Möbel Heinrich gestattet werden kann, sein Sortiment zu erweitern. Heinrich Steding (CDU) fügte hinzu, das Unternehmen könne somit das Nötige tun, um mit der Konkurrenz Schritt zu halten. Für die WGN strich Erwin Biener heraus, Möbel Heinrich ecke mit seinem Vorhaben nirgends an.

Das Votum für die Änderung des B-Plans fiel einstimmig aus, es fehlt nun noch die Zustimmung im Rat. Der Flächennutzungsplan muss nicht geändert werden. Dies wäre Sache der Samtgemeinde.




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