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Unfall auf der L 450: 25-Jähriger muss von den eigenen Feuerwehrkameraden geborgen werden

Motorradfahrer stirbt nach Frontalcrash

Rusbend (fh). Samstagvormittag ist es in Rusbend zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Ein Motorrad und ein Auto krachten frontal ineinander. Beide Fahrer erlitten lebensgefährliche Verletzungen und mussten mit zwei Rettungshubschraubern ins Krankenhaus geflogen werden. Der Motorradfahrer erlag nach Angaben der Polizei Bückeburg am Sonntagmorgen seinen lebensgefährlichen Verletzungen im Klinikum in Minden.

veröffentlicht am 02.07.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 03:21 Uhr

Nach Polizeiangaben hörten Anwohner der Rusbender Straße in der S-Kurve kurz vor dem Ortseingang Rusbend gegen 10 Uhr einen lauten Knall. Als sie aus dem Fenster schauten, bot sich ihnen ein Bild des Grauens. Auf der Straße lag ein völlig demoliertes Motorrad. Im Straßengraben war ein Auto zu sehen, aus dem Qualm aufstieg. Sofort alarmierten sie die Rettungsleitstelle, die Feuerwehr, Rettungssanitäter und Notärzte zur Einsatzstelle schickte.

Vor Ort konnte die Feuerwehr schnell Entwarnung geben. Der Qualm aus dem Auto stellte sich als Dampf des ausgelösten Airbags heraus. Gleichzeitig machten die Einsatzkräfte aber eine erschreckende Entdeckung. Der 25-jährige Motorradfahrer stammte aus ihren eigenen Reihen, ist selbst Mitglied der Rusbender Wehr. Deshalb wurden die Aktiven der Ortsfeuerwehr so schnell wie möglich abgezogen und durch Kameraden aus Meinsen, Warber, Achum und Bückeburg ersetzt.

Der Motorradfahrer und der 21-jährige Autofahrer aus Bückeburg waren nach Polizeiangaben noch ansprechbar. Aufgrund der schweren Verletzungen wurden sie jedoch mit den beiden Rettungshubschraubern „Christoph 13“ und „Christoph 04“, stationiert in Hannover und Bielefeld, ins Klinikum Minden geflogen.

Mit zwei Rettungshubschraubern mussten die beiden lebensgefährlich Verletzten ins Klinikum Minden geflogen werden. Fotos: fh

Warum genau es zu dem Unfall gekommen ist, müssen noch die Ermittlungen der Polizei ergeben. Augenzeugen gibt es nicht. Die Beamten vermuteten nach der ersten Spurenlage, dass der 21-jährige Autofahrer von Rusbend in Richtung Bückeburg fuhr und kurz vor dem Ortsausgang die Kurve geschnitten hat. Dabei muss er dann auf die Gegenfahrbahn geraten sein, auf der ihm der Motorradfahrer entgegengekommen ist. Während der Bergungsarbeiten und der Ermittlungen der Spurensicherungen war die Rusbender Straße in beiden Richtungen voll gesperrt.

Um die Angehörigen und die Kameraden der Rusbender Feuerwehr kümmerte sich ein Notfallseelsorger, der auch am Sonntag vor Ort war und half.




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